Eine kurze und nützliche Niederschrift für den neuen Muslim
Das Buch behandelt die Grundlagen der islamischen Religion auf eine kurze und umfassende Art und Weise. Es erläutert den Lesern die Grundlagen der richtigen Anbetung sowie die Bedeutungen des Glaubens („Iman“) an Allah, an Seine Engel, an Seine Bücher, an Seine Gesandten, an den Jüngsten Tag und an die Vorherbestimmung („Qadar“). Das Buch beginnt damit, die Gunstgabe des Islams sowie die Bedeutung der Erkenntnis Allahs, Seiner Attribute und Seiner schönsten Namen darzustellen. Anschließend geht es auf die fünf Säulen des Islams und die Säulen des Glaubens („Iman“) ein und behandelt zudem das…
This PDF is generated automatically from the book's text; its layout may differ from the printed edition.
Eine nützliche Niederschrift für den Muslim
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
Vorwort
Alles Lob gebührt Allah, dem Herrn der Weltenbewohner, und Segen und Frieden seien auf unserem Propheten Muhammad, seiner Familie und all seinen Gefährten.
Um fortzufahren:
Zu den großen Gunstgaben Allahs - erhaben ist Er - gegenüber dem Menschen gehört, dass Er ihm eine Wohltat erweist durch den Islam, ihn darauf festigt und ihm das Handeln nach seinen Urteilen und Gesetzgebungen ermöglicht. In diesem Buch lernt der Muslim Grundlagen, durch die seine Religion aufrecht und richtig wird, in einer kurzen und prägnanten Weise, die ihm die Merkmale dieser gewaltigen Religion erläutert. Dadurch nimmt seine Kenntnis über seinen Herrn - erhaben ist Er -, seine Religion, den Islam, und seinen Propheten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - zu, sodass er Allah - erhaben ist Er - mit Einsicht und Wissen dient.
Die Weisheit hinter der Erschaffung der Geschöpfe
Allah - erhaben ist Er - hat uns aus einer großen Weisheit erschaffen, nämlich damit wir Ihn allein, Der keinen Teilhaber hat, anbeten, so wie Er - gepriesen sei Er - sagte: „Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“ [Adh-Dhariyat: 56] Das bedeutet: damit sie die Anbetung allein für Ihn verrichten, Der keinen Teilhaber hat. Und dieses gewaltige Ziel ist der Mittelpunkt all unserer Taten und Absichten in dieser Welt, so wie der Gepriesene sagte: „Meint ihr denn, dass Wir euch (nur) zum sinnlosen Spiel erschaffen hätten und dass ihr nicht zu Uns zurückgebracht würdet? So sei Allah erhaben, der König, der Wahre. Es gibt keine (zu Recht angebetete) Gottheit außer Ihm, dem Herrn des ehrwürdigen Thrones.“ [Al-Muminun:115-116]
Mein Herr ist Allah.
Der Erhabene sagte: „O ihr Menschen, dient eurem Herrn, Der euch und diejenigen vor euch erschaffen hat, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget!“ [Al-Baqarah:21]
Der Erhabene sagte: „Er ist Allah, außer dem es keinen Anbetungswürdigen gibt, [...].“ [Al-Haschr:22]
Der Erhabene sagte: „Nichts ist Ihm gleich; und Er ist der Allhörende und der Allsehende.“ [Asch-Schura:11]
Allah ist mein Herr und der Herr von allem, der König, der Schöpfer, der Versorger und der Planer aller Dinge.
Er ist der Einzige, Der das Anrecht auf Anbetung besitzt. Es gibt keinen Herrn und keinen Anbetungswürdigen, außer Ihm.
Ihm gehören die schönsten Namen und höchsten Eigenschaften/Attribute, die Er für Sich selbst bestätigt hat und die (ebenso) Sein Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - für Ihn bestätigt hat. Sie haben das höchste Ausmaß an Vollkommenheit und Schönheit erreicht. Nichts ist Ihm gleich, und Er ist der Allhörende und der Allsehende.
Zu Seinen schönen Namen gehören:
Der Versorger („Ar-Razzaq“), der Barmherzige („Ar-Rahman“), der Allmächtige („Al-Qadir“), der König („Al-Malik“), der Allhörende („As-Sami'“), der Friede („As-Salam“), der Allsehende („Al-Basir“), der Sachwalter („Al-Wakil“), der Schöpfer („Al-Khaliq“), der Feinfühlige („Al-Latif“), der Genügende („Al-Kafi“) und der Allverzeihende („Al-Ghafur“).
Der Versorger („Ar-Razzaq“): Der Verantwortliche für die Versorgungen der Diener, durch die ihre Herzen und Körper (aufrecht) bestehen.
Der Barmherzige („Ar-Rahman“): Der Besitzer von weiter und gewaltiger Barmherzigkeit, die alles umfasst.
Der Allmächtige („Al-Qadir“): Der Besitzer von vollkommener Macht, Den weder Unfähigkeit noch Mangel überkommt.
Der König („Al-Malik“): Derjenige, Der mit den Eigenschaften der Macht, der Bezwingung und der Planung beschrieben wird. Der Besitzer von allen Dingen, (Derjenige,) Der über sie verfügt.
Der Allhörende („As-Sami'“): Derjenige, Der alles Hörbare hört - das Verborgene und das Offensichtliche - und Der die Bittgebete und das Flehen Seiner Diener hört.
Der Friede („As-Salam“): Der Unversehrte von jedem Mangel, Übel oder Fehler.
Der Allsehende („Al-Basir“): Dessen Sicht alles umfasst, selbst wenn es winzig und klein ist. Der Besitzer von Tiefblick über alles, Der über sie Bescheid weiß und ihr Inneres kennt.
Der Sachwalter („Al-Wakil“): Der Verantwortliche für die Versorgungen Seiner Schöpfung, Der zu ihrem Wohle handelt. Derjenige, Der Seine Nahestehenden verbündet (und unterstützt), und dies (ihr Wohl) für sie erleichtert und ihnen bei den Angelegenheiten Genüge ist.
Der Schöpfer („Al-Khaliq“): Der Erschaffer der Dinge und ihr Erfinder, ohne dass zuvor etwas Ähnliches existierte.
Der Gütige („Al-Latif“): Der Seine Diener ehrt, Sich ihrer erbarmt und ihnen das gibt, worum sie bitten.
Der Genüge („Al-Kafi“): Derjenige, Der Seinen Dienern in allem, was sie brauchen, genügt; man begnügt sich mit Seiner Hilfe statt (mit der Hilfe) von anderen, und benötigt niemanden außer Ihm.
Der Vergebende („Al-Ghafur“): Derjenige, Der Seine Diener vor dem Übel ihrer Sünden errettet und sie nicht dafür bestraft.
Mein Prophet Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm
Der Erhabene sagte: „Zu euch ist nunmehr ein Gesandter aus euren eigenen Reihen gekommen. Bedrückend ist es für ihn, wenn ihr in Bedrängnis seid, (er ist) eifrig um euch bestrebt, zu den Gläubigen gnadenvoll und barmherzig.“ [At-Taubah:128]
Der Erhabene sagte: „Und Wir haben dich nur als Barmherzigkeit für die Weltenbewohner gesandt.“ [Al-Anbiya:107]
Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm -, die geschenkte Barmherzigkeit:
Er ist Muhammad, (der) Sohn von 'Abdullah, (dieser wiederum ist der) Sohn von 'Abdul-Muttalib, (und dieser ist der) Sohn von Haschim. Und Haschim stammt vom Stamm der Quraysch, und Quraysch ist ein Stamm der Araber.
Seine Mutter ist Aminah, die Tochter von Wahb, und seine Amme ist Halimah As-Sa'diyyah. Er - Allahs Segen und Frieden auf ihm - heiratete (insgesamt) elf Frauen und verstarb, während neun von ihnen noch am Leben waren.
Der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - hatte sieben Kinder, drei Söhne und vier Töchter. Die Söhne sind: Al-Qasim, 'Abdullah und Ibrahim, und die Töchter sind: Zaynab, Ruqayyah, Umm Kulthum und Fatimah.
Es ist verpflichtend, ihm in dem, was er befahl, zu gehorchen, ihm in dem, was er berichtete, Glauben zu schenken, das zu meiden, was er untersagte und wovor er warnte, und Allah nur so zu dienen, wie er es vorgeschrieben hat.
Seine Botschaft und die Botschaft aller Propheten vor ihm bestand darin, die Menschen dazu aufzurufen, Allah allein anzubeten und Ihm keinerlei Teilhaber beizugesellen. Der Erhabene sagte: „Und Wir haben vor dir keinen Gesandten gesandt, außer dass Wir ihm eingaben: ‚Es gibt keine (zu Recht angebetete) Gottheit außer Mir, so dient Mir!‘“ [Al-Anbiya:25]
Und er - Allahs Segen und Frieden auf ihm - ist das Siegel (also der letzte) der Propheten und Gesandten, so wie der Gepriesene sagte: „Muhammad ist nicht der Vater irgend jemandes von euren Männern, sondern der Gesandte Allahs und das Siegel der Propheten. Und Allah ist über alles wissend.“ [Al-Ahzab:40]
Er - erhaben ist Er - sandte ihn mit der Religion des Islams zu allen Menschen, so wie der Gepriesene sagte: „Und Wir haben dich für die Menschen allesamt nur als Frohboten und Warner gesandt; aber die meisten Menschen wissen (es) nicht.“ [Saba:28]
Ihm - Allahs Segen und Frieden auf ihm - stehen gewaltige Rechte gegenüber jedem Muslim zu, dazu zählen:
Erstens: Der Glaube (Iman) an sein Prophetentum, seine Wahrhaftigkeit und die Unfehlbarkeit dessen, was er an großartiger Gesetzgebung gebracht hat, sowie die Verpflichtung, ihm zu gehorchen und ihm zu folgen. Der Erhabene sagte: „Und er redet nicht aus (eigener) Neigung. Es ist nur eine Offenbarung, die eingegeben wird.“ [An-Najm:3-4]
Zweitens: Die Pflicht, ihn - Allahs Segen und Frieden auf ihm - zu lieben - und zwar mehr als die Liebe zu sich selbst, zu den Kindern und zu allen Menschen. Diese Liebe erfordert, dem Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - in seiner Leitung zu folgen, ihm in dem zu gehorchen, was er angeordnet hat, und sich von dem fernzuhalten, was er untersagt und missbilligt hat.
Drittens: Die Pflicht, ihn - Allahs Segen und Frieden auf ihm - zu ehren, zu unterstützen, zu würdigen und hochzuachten.
Viertens: Das Sprechen der Segenswünsche über ihn - Allahs Segen und Frieden auf ihm. Dies bedeutet: ihn zu lobpreisen und Allah darum zu bitten, seinen Rang zu erhöhen und ihn noch mehr zu ehren und zu würdigen. Der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Wer einen Segenswunsch über mich spricht, dem wird Allah dafür zehnfache Segnungen gewähren.“ Überliefert von Muslim.
Fünftens: Es ist verboten, in Bezug auf ihn - Allahs Segen und Frieden auf ihm - zu übertreiben oder ihn über den Rang zu erheben, den Allah ihm gegeben hat. Der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - warnte davor eindringlich und sagte: „Übertreibt nicht in meinem Lob, so wie die Christen im Lob vom Sohne Maryams übertrieben. Denn fürwahr, ich bin Sein Diener; deshalb sagt: ‚Der Diener Allahs und Sein Gesandter.‘“ Überliefert von Al-Bukhari.
Zu seinen - Allahs Segen und Frieden auf ihm - Eigenschaften zählen:
die Wahrhaftigkeit, die Barmherzigkeit, die Milde, die Geduld, der Mut, die Güte, der gute Charakter, die Gerechtigkeit, die Bescheidenheit und die Vergebung.
Der edle Quran ist das Wort (und die Rede) meines Herrn
Der Erhabene sagte: „O ihr Menschen, zu euch ist bereits ein Beweis von eurem Herrn gekommen, und Wir haben zu euch ein klares Licht hinabgesandt.“ [An-Nisa:174]
Der edle Quran ist das Wort Allahs - erhaben ist Er -, mit dem Er in Wahrheit gesprochen hat und das Er auf Seinen Propheten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - hinabgesandt hat, um die Menschen aus den Finsternissen ins Licht zu führen und sie auf den geraden Weg zu leiten. Wer ihn liest, erhält einen gewaltigen Lohn, und wer nach seiner Rechtleitung handelt, der hat den geraden Weg beschritten. Von 'Abdullah Ibn Mas'ud - möge Allah mit ihm zufrieden sein - wird berichtet: „Der Gesandte Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: ‚Wer auch immer einen Buchstaben aus dem Quran liest, wird dafür eine Belohnung (gute Tat) erhalten, und die Belohnung wird verzehnfacht. Ich sage nicht, dass ‚Alif Lam Mim‘ ein Buchstabe ist, sondern ‚Alif‘ ist ein Buchstabe, ‚Lam‘ ist ein Buchstabe und ‚Mim‘ ist ein Buchstabe.‘“ Überliefert von At-Tirmidhi.
Allah - erhaben ist Er - hat ihn vor Veränderung und Verfälschung bewahrt und ihn zu einem ewigen Zeichen bis zum Tag der Auferstehung gemacht. Er - gepriesen sei Er - sagte: „Wahrlich, Wir haben die Ermahnung offenbart, und Wir sind ja fürwahr ihr Behüter.“ [Al-Hijr:9] Jeder, der behauptet, dass der Quran unvollständig oder verfälscht sei, so hat er Allah - erhaben ist Er - und Seinen Gesandten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - verleugnet und hat die Glaubensgemeinschaft des Islams verlassen.
Der edle Quran enthält das, was die früheren Bücher enthalten haben, sowie eine Erweiterung der Gebote (Allahs) und der seelischen Verhaltensregeln, und er bestätigt die Wahrheit, die in ihnen enthalten war. Es gibt in dieser Zeit kein Buch von Allah - erhaben ist Er -, das befolgt und geehrt wird, mit dessen Rezitation man Allah dient und nach dem gehandelt werden muss, außer dem edlen Quran.
Meine Religion ist der Islam
Die Stufen der Religion sind drei: Islam, Iman und Ihsan.
Die erste Stufe: Der Islam
Der Islam ist: Sich Allah mit dem Monotheismus („Tauhid“) unterwerfen/ergeben („Istislam“), die Gefügigkeit („Inqiyad“) Ihm gegenüber mit der Gehorsamkeit sowie die Lossagung („Bara`ah“) vom Götzendienst („Schirk“) und seinen Leuten.
Die Säulen des Islams
Er - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Der Islam wurde auf fünf (Säulen) gebaut: (1.) (auf) dem Bekenntnis, dass es keinen Anbetungswürdigen außer Allah gibt und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist, (2.) dem Verrichten des Gebets, (3.) der Entrichtung der Pflichtabgabe („Zakah“), (4.) dem Fasten im Ramadan und (5.) der Pilgerfahrt („Hajj“) zum Hause (Allahs).“ Überliefert von Al-Bukhari und Muslim.
Die Säulen des Islams sind Anbetungen („'Ibadat“), die für jeden Muslim verpflichtend sind. Der Islam eines Menschen ist nur dann gültig, wenn er an ihre Pflicht glaubt und sie allesamt durchführt, da der Islam auf ihnen aufgebaut ist. Aus diesem Grund wurden sie die Säulen des Islams genannt.
Diese Säulen sind:
Die erste Säule: Das Zeugnis, dass es keinen Anbetungswürdigen außer Allah gibt und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist:
Der Erhabene sagte: „Wisse also, dass es keinen Anbetungswürdigen außer Allah gibt.“ [Muhammad:19]
Und der Erhabene sagte: „Zu euch ist nunmehr ein Gesandter aus euren eigenen Reihen gekommen. Bedrückend ist es für ihn, wenn ihr in Bedrängnis seid, (er ist) eifrig um euch bestrebt, zu den Gläubigen gnadenvoll und barmherzig.“ [At-Taubah:128]
Die Bedeutung von „La ilaha illa Allah“: Es gibt keinen, der zu Recht angebetet wird, außer Allah.
Die Bedeutung der Aussage, dass Muhammad der Gesandte Allahs ist: ihm in dem, was er angeordnet hat, zu gehorchen, ihm bei dem, was er berichtete, Glauben zu schenken, das zu meiden, was er untersagte und wovon er abhielt, und Allah nur so zu dienen, wie er es bestimmt hat.
Die zweite Säule: Das Verrichten des Gebets:
Der Erhabene sagte: „Und verrichtet das Gebet.“ [Al-Baqarah:110]
Das Verrichten des Gebets erfolgt, indem man es so ausführt, wie Allah - erhaben ist Er - es vorgeschrieben hat und wie es uns Sein Gesandter Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - gelehrt hat.
Die dritte Säule: Die Entrichtung der Pflichtabgabe („Zakah“):
Der Erhabene sagte: „Und entrichtet die Pflichtabgabe.“ [Al-Baqarah:110]
Allah - erhaben ist Er - hat die Zakah verpflichtend gemacht, um die Wahrhaftigkeit des Glaubens des Muslims zu prüfen, damit er seinem Herrn für die Gnade des Besitzes dankt, die Er ihm erwiesen hat, und als Unterstützung für die Armen und Bedürftigen.
Die Entrichtung der Zakah erfolgt, indem man sie denen gibt, die ein Anrecht darauf haben.
Und sie ist ein verpflichtender Anteil des Vermögens, wenn dieses einen bestimmten Mindestbetrag erreicht. Sie wird an acht Gruppen ausgegeben, die Allah im edlen Quran erwähnt hat. Zu ihnen gehören der Arme und der Bedürftige.
Ihre Entrichtung ist von Barmherzigkeit und Milde geprägt. Sie ist eine Reinigung des Charakters und des Vermögens des Muslims, eine Zufriedenstellung der Seelen der Armen und Bedürftigen sowie eine Festigung des Bandes der Liebe und Brüderlichkeit zwischen den Angehörigen der muslimischen Gesellschaft. Aus diesem Grund entrichtet der rechtschaffene Muslim sie, um sich selbst zu läutern, und er ist über ihre Entrichtung erfreut, weil dadurch anderen Menschen Freude bereitet wird.
Der Betrag der Zakah auf angesparte Vermögenswerte wie Gold, Silber, Bargeld und Handelswaren, die zum Erzielen von Gewinn durch An- und Verkauf bestimmt sind, beträgt 2,5 %, sofern ihr Gesamtwert eine bestimmte Menge erreicht und ein vollständiges islamisches Jahr („Haul“) vergangen ist.
Ebenso ist die Zakah für denjenigen verpflichtend, der eine bestimmte Anzahl an Vieh besitzt - Kamele, Kühe oder Schafe -, sofern diese den größten Teil des Jahres von den Gräsern der Erde weiden, ohne dass ihr Besitzer sie füttern muss.
Genauso ist die Zakah auf das verpflichtend, was aus der Erde hervorgebracht wird, wie etwa Schätze („Rikaz“, also das, was aus den Vergrabungen der vorislamischen Zeit stammt), sowie auf Getreide, Früchte und Mineralien, wenn sie eine bestimmte Menge erreicht haben.
Die vierte Säule: Das Fasten im Monat Ramadan:
Der Erhabene sagte: „O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget.“ [Al-Baqarah:183]
Ramadan ist der neunte Monat des Jahres nach dem Hijri-Kalender. Er ist ein bei den Muslimen geehrter Monat, der gegenüber den übrigen Monaten des Jahres eine besondere Stellung besitzt. Das Fasten des gesamten Monats ist eine der fünf Säulen des Islams.
Das Fasten im Ramadan umfasst die Anbetung Allahs - erhaben ist Er -, indem man sich jeden Tag im gesegneten Monat Ramadan - von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang - vom Essen und Trinken, dem Beischlaf und allen anderen Taten, die das Fasten brechen, fernhält.
Die fünfte Säule: Die Pilgerfahrt („Hajj“) zum geschützten Haus Allahs:
Der Erhabene sagte: „Und Allah steht es den Menschen gegenüber zu, dass sie die Pilgerfahrt zum Hause unternehmen, (diejenigen,) die dazu die Möglichkeit haben.“ [Al 'Imran:97]
Die Hajj ist für denjenigen, der dazu imstande ist, einmal im Leben verpflichtend. Sie beinhaltet, dass man sich zum ehrwürdigen Haus und zu den geschützten Stätten in Makkah Al-Mukarramah begibt, um dort zu einer bestimmten Zeit festgelegte Handlungen der Anbetung zu verrichten. Der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - hat die Hajj vollzogen, ebenso wie andere Propheten vor ihm. Und Allah befahl Ibrahim - Frieden sei auf ihm -, die Menschen zur Hajj aufzurufen, wie Allah - erhaben ist Er - es im edlen Quran berichtete. So sagte Er: „Und rufe unter den Menschen die Pilgerfahrt aus. Sie werden zu Fuß und auf jedem mageren Kamel zu dir kommen. Und sie werden aus jedem (tief) entfernten Pfad daherkommen.“ [Al-Hajj:27]
Die zweite Stufe: Der Iman:
Der Iman ist das Anerkennen, der feste Glaube und das vollständige Eingeständnis all dessen, woran Allah und Sein Gesandter den Glauben vorgeschrieben haben, sowie die äußerliche und innerliche Gefügigkeit („Inqiyad“). Demnach ist er die Bestätigung des Herzens und seine Überzeugung, die die Handlungen des Herzens und die Handlungen des Körpers umfasst. Dies schließt die gesamte Religion ein. Er nimmt durch Gehorsam zu und durch Sünden ab.
Die Säulen des Imans:
Der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - wurde über den Iman befragt, und da sagte er: „Dass du an Allah glaubst, an Seine Engel, an Seine Bücher, an Seine Gesandten, an den Jüngsten Tag und dass du an die Vorherbestimmung („Qadar“) glaubst, sei sie gut oder schlecht.“
Die Säulen des Imans sind Anbetungen der Herzens, zu denen jeder Muslim verpflichtet ist. Der Islam eines Menschen ist nur dann gültig, wenn er daran glaubt und entsprechend handelt. Daher bezeichnet man sie als die Säulen des Imans. Der Unterschied zwischen diesen und den Säulen des Islams besteht darin, dass die Säulen des Islams sichtbare Taten sind, die der Mensch mit seinen Gliedmaßen ausführt - wie das Aussprechen der zwei Bezeugnisse, das Gebet und die Zakah. Die Säulen des Imans umfassen hingegen die Taten des Herzens, die der Mensch mit seinem Herzen ausführt - wie z. B. der Glaube („Iman“) an Allah, Seine Bücher und Seine Gesandten.
Die erste Säule: Der Iman an Allah:
Der Erhabene sagte: „Die (wahren) Gläubigen sind ja diejenigen, die an Allah glauben.“ [An-Nur:62]
Wir glauben an die Existenz Allahs und sind von Seiner Einzigkeit überzeugt - in Seiner Herrschaft, Seiner Anbetungswürdigkeit („Uluhiyyah“) und in Seinen Namen und Attributen. Der Iman an Allah umfasst Folgendes:
Der Glaube an Seine Existenz - gepriesen sei Er und erhaben ist Er.
Der Glaube an Seine Herrschaft - gepriesen sei Er und erhaben ist Er - und dass Er der Besitzer, Schöpfer und Versorger von allem ist und all ihre Angelegenheiten regelt.
Der Glaube an Seine Anbetungswürdigkeit - gepriesen sei Er und erhaben ist Er - und dass Ihm allein die Anbetung zusteht und Er keinen Teilhaber darin hat: Dies umfasst beispielsweise das Gebet, das Bittgebet, das Gelübde, das Opfern, das Bitten um Hilfe, die Zufluchtssuche und alle weiteren Handlungen der Anbetung.
Der Glaube an Seine schönen Namen und erhabenen Attribute, die Er für Sich selbst bestätigt hat und die Sein Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - für Ihn bestätigt hat. Und die Negierung der Namen und Attributen, die Er für Sich selbst negiert hat oder die der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - für Ihn negiert hat. (Und der Glaube daran,) dass Seine Namen und Attribute das höchste Maß an Vollkommenheit und Güte erreichen, dass Ihm nichts gleicht und dass Er der Allhörende und der Allsehende ist.
Die zweite Säule: Der Iman an die Engel:
Der Erhabene sagte: „Das Lob gebührt Allah, dem Erschaffer der Himmel und der Erde, Der die Engel zu Gesandten gemacht hat mit Flügeln, (je) zwei, drei und vier! Er fügt der Schöpfung hinzu, was Er will. Wahrlich, Allah hat zu allem die Macht.“ [Fatir:1]
Wir glauben daran, dass die Engel (aus) eine(r) verborgene(n) Welt sind, dass sie Diener Allahs sind, die Er aus Licht erschuf, und die Er zu Ihm Gehorsamen, die Ihm ergeben sind, machte.
Sie sind eine gewaltige Schöpfung, deren Kraft und Anzahl nur Allah - erhaben ist Er - erfasst. Jeder von ihnen besitzt Eigenschaften, Namen und Aufgaben, mit denen Allah - erhaben ist Er - sie spezifizierte. Zu ihnen gehört Jibril - Frieden sei auf ihm -, der für die Offenbarung verantwortlich ist, mit welcher er von Allah - erhaben ist Er - zu Seinen Gesandten herabkommt.
Die dritte Säule: Der Iman an die Bücher:
Der Erhabene sagte: „Sagt: ‚Wir glauben an Allah und an das, was zu uns hinabgesandt worden ist, und an das, was zu Ibrahim, Isma'il, lshaq, Ya'qub und zu (den Propheten unter den) Enkeln (Ya'qubs) hinabgesandt wurde, und an das, was Musa und 'Isa gegeben wurde, und an das, was den Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen bei keinem unter ihnen einen Unterschied, und wir sind Ihm (ergebene) Muslime.‘“ [Al-Baqarah:136]
Wir glauben, dass Allah - erhaben ist Er - Seinen Gesandten Bücher hinabgesandt hat, als Beweisgrundlage für die Weltenbewohner und als Wegweisung für diejenigen, die handeln.
Durch diese (Bücher) lehren sie ihnen die Weisheit und läutern sie.
Und (wir glauben,) dass Allah - gepriesen sei Er - durch die Entsendung Seines Propheten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - zu allen Menschen die vorherigen Gesetzgebungen mit seiner Gesetzgebung aufgehoben hat. Er machte den Quran zu einem Wächter über die himmlischen Bücher und ließ sie dadurch aufheben. Allah übernahm die Verantwortung darüber, den edlen Quran vor jeglicher Veränderung oder Entstellung zu beschützen. So sagte der Erhabene: „Wahrlich, Wir haben die Ermahnung offenbart, und Wir sind ja fürwahr ihr Behüter.“ [Al-Hijr:9] Da der edle Quran das letzte Buch Allahs - erhaben ist Er - für die Menschen ist und Sein Prophet Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - der letzte Gesandte ist und der Islam die Religion ist, mit der Allah für die Menschen bis zum Eintreffen der Stunde zufrieden ist, sagte der Erhabene: „Wahrlich, die Religion bei Allah ist der Islam.“ [Al 'Imran:19]
Die himmlischen Bücher, die Allah - erhaben ist Er - in Seinem Buch erwähnte, sind:
Der edle Quran: Allah hat ihn auf Seinen Propheten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - hinabgesandt.
Die Thora: Allah hat sie auf Seinen Propheten Musa - Frieden sei auf ihm - hinabgesandt.
Das Evangelium: Allah hat es auf Seinen Propheten 'Isa - Frieden sei auf ihm - hinabgesandt.
Die Psalmen („Zabur“): Allah hat sie auf Seinen Propheten Dawud - Frieden sei auf ihm - hinabgesandt.
Die Schriftrollen Ibrahims: Allah hat sie auf Seinen Propheten Ibrahim - Frieden sei auf ihm - hinabgesandt.
Die vierte Säule: Der Iman an die Gesandten:
Der Erhabene sagte: „Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten entsandt (, der sagte): ‚Dient Allah und meidet die falschen Götter (arab. „Taghut“).‘“ [An-Nahl:36]
Wir glauben (fest daran), dass Allah - erhaben ist Er - zu Seinen Geschöpfen Gesandte entsandt hat, die sie dazu aufrufen, Allah allein zu dienen, ohne Ihm etwas beizugesellen, und zur Verleugnung dessen aufrufen, was außer Ihm angebetet wird.
Und (der Glaube daran,) dass sie (also die Gesandten) alle Menschen, Männer und Diener Allahs sind und dass sie wahrhaftig und glaubwürdig, (Allah-)Fürchtende und vertrauenswürdig sowie rechtgeleitet und rechtleitend sind. Allah hat ihnen durch Wunder geholfen, die auf ihre Wahrhaftigkeit hindeuten. Und (der Glaube daran,) dass sie alles, womit Allah sie entsandt hat, übermittelt haben und dass sie allesamt auf der deutlichen Wahrheit und der klaren Rechtleitung waren.
Ihr Aufruf war vom ersten bis zum letzten Gesandten in der Grundlage der Religion einstimmig, welche das Bezeugen der Einzigkeit Allahs („Tauhid“) in der Anbetung ist und dass Ihm niemand beigesellt wird.
Die fünfte Säule: Der Iman an den Jüngsten Tag:
Der Erhabene sagte: „Allah - es gibt keinen Anbetungswürdigen außer Ihm. Er wird euch ganz gewiss zum Tag der Auferstehung versammeln, an dem es keine Ungewissheit gibt. Und wer ist wahrhaftiger als Allah in seiner Aussage?“ [An-Nisa:87]
Wir glauben an den Jüngsten Tag - den Tag der Auferstehung, nach dem es keinen weiteren Tag geben wird. Ebenso glauben wir an alles, was zu diesem Tag gehört und was unser Herr - mächtig und majestätisch ist Er - im edlen Quran verkündet hat oder worüber unser Prophet Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - uns berichtet hat, wie den Tod des Menschen, die Auferstehung, das Erscheinen vor Allah, die Fürsprache, die Waage (der Taten), die Abrechnung, das Paradies und das Höllenfeuer sowie alle weiteren Ereignisse, die mit dem Jüngsten Tag zusammenhängen.
Die sechste Säule: Der Iman an die Vorherbestimmung („Qadar“), das Gute und das Schlechte davon:
Der Erhabene sagte: „Wahrlich, Wir haben alles in (bestimmtem) Maß erschaffen.“ [Al-Qamar:49]
Wir glauben an die Vorherbestimmung (Allahs) - an ihr Gutes und ihr Schlechtes. Sie ist die Festlegung Allahs - erhaben ist Er - aller Dinge gemäß Seinem vorausgegangenen (und ewigen) Wissen und Seiner vollkommenen Weisheit. Alles, was den Geschöpfen in diesem Leben widerfährt, geschieht durch das Wissen Allahs - gepriesen sei Er und erhaben ist Er -, Seine Vorherbestimmung und Seine alleinige Lenkung, Der keinen Teilhaber hat. Diese Bestimmungen wurden bereits lange vor der Erschaffung des Menschen niedergeschrieben. Zugleich besitzt der Mensch einen eigenen Willen und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und seine Handlungen tatsächlich auszuführen. Doch all dies geschieht innerhalb des Wissens, des Willens und der Vorherbestimmung Allahs.
Der Iman an die Vorherbestimmung basiert demnach auf vier Stufen, und diese sind:
1. Der Iman an das allumfassende Wissen Allahs.
2. Der Iman daran, dass Allah alles, was bis zum Tag der Auferstehung sein wird, niedergeschrieben hat.
3. Der Iman an Seinen eintreffenden Willen und Seine vollständige Macht: Was Er möchte geschieht, und was Er nicht möchte, wird nicht geschehen.
4. Der Iman daran, dass Allah der Schöpfer von allem ist und Er keinen Teilhaber in Seiner Schöpfung hat.
Die dritte Stufe: Der Ihsan:
Mit „Ihsan“ ist gemeint: Allah so zu dienen, als würdest du Ihn sehen; und auch wenn du Ihn nicht siehst, so weißt du doch, dass Er dich sieht. Der Erhabene sagte: „Wahrlich, Allah ist mit denjenigen, die (Allah) fürchten und Gutes tun.“ [An-Nahl:128]
Die rituelle Reinheit („Taharah“):
Der Erhabene sagte: „Wahrlich, Allah liebt die Reumütigen, und Er liebt die, die sich rein halten.“ [Al-Baqarah:222]
Er - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Wer die rituelle Gebetswaschung so vollzieht, wie ich diese meine Gebetswaschung vorgenommen habe, und anschließend zwei Gebetseinheiten verrichtet, ohne dass er sich mit anderen Gedanken beschäftigt, dem wird Allah vergeben, was er zuvor an Sünden beging.“ Überliefert von Al-Bukhari.
Zu der gewaltigen Stellung des Gebets gehört, dass Allah die Reinheit davor vorgeschrieben und sie zu einer Bedingung für seine Gültigkeit gemacht hat. Sie ist der Schlüssel zum Gebet. Ihren Vorzug zu erkennen und zu empfinden führt dazu, dass sich das Herz nach der Verrichtung des Gebets sehnt. Er - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Die Reinheit ist die Hälfte des Glaubens („Iman“). (Die Worte) Alhamdulillah (alles Lob gebührt Allah) füllt die Waage, und SubhanAllah (gepriesen ist Allah) und Alhamdulillah füllen - oder füllt -, was zwischen Himmel und Erde ist. Und das Gebet ist Licht, die Pflichtabgabe („Zakah“) ist ein (Glaubens-)Beweis, die Geduld ist Erleuchtung und der Quran ist ein Argument für dich oder gegen dich. Alle Menschen gehen morgens hinaus als Verkäufer ihrer Seele, wobei sie entweder befreit oder zugrunde gerichtet wird.“ Überliefert von Muslim.
Und er - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Wer die rituelle Gebetswaschung durchführt und die Gebetswaschung gut durchführt, dessen Fehler verlassen seinen Körper, bis sie sogar unter seinen Nägeln herauskommen.“ Überliefert von Muslim.
Somit tritt der Diener mit einer fühlbaren Reinheit - aufgrund der rituellen Gebetswaschung - und einer moralischen Reinheit - aufgrund der Verrichtung dieses Gottesdienstes - aufrichtig für Allah - erhaben ist Er - und nach dem Vorbild der Leitung des Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - vor seinen Herrn.
Wofür wird die rituelle Gebetswaschung benötigt?
1. Für das Gebet allgemein, unabhängig davon, ob es verpflichtend oder freiwillig ist.
2. Die Umrundung („Tawaf“) der Ka'bah.
3. Das Berühren des Mushafs.
Ich führe die rituelle Gebetswaschung durch und wasche mich mit reinem (und reinigendem) Wasser:
Das reine (und reinigende) Wasser ist jedes Wasser, welches vom Himmel herab- oder aus der Erde hervorkommt und in seiner ursprünglichen Form bleibt und keines seiner drei Merkmale - die Farbe, der Geschmack und der Geruch - sich verändert haben, denn dies würde die Reinheit (und reinigende Eigenschaft) des Wassers aufheben.
Die rituelle Gebetswaschung („Wudhu“):
Der erste Schritt: Die Absicht (fassen), dessen Ort das Herz ist. Die Bedeutung der Absicht ist die Entschlossenheit des Herzens, einen Gottesdienst zu verrichten, um sich dadurch Allah - erhaben ist Er - zu nähern.
Der zweite Schritt: Ich sage: „Bismillah“.
Der dritte Schritt: Das dreimalige Waschen der beiden Hände.
Der vierte Schritt: Das dreimalige Ausspülen des Mundes („Madhmadhah“).
Die Madhmadhah ist das Einführen von Wasser in den Mund, das Ausspülen des Mundes damit und dieses dann auszuspucken.
Der fünfte Schritt: Das Einführen von Wasser in die Nase („Istinschaq“) und hierauf das Ausblasen des Wassers aus der Nase („Istinthar“), (und dies je) dreimal. Mit Istinschaq ist also gemeint, dass man Wasser tief in die Nase einführt.
Und mit Istinthar ist gemeint, dass man das Wasser aus der Nase ausbläst, sodass jeglicher Schleim u. ä. herauskommt.
Der sechste Schritt: Das dreimalige Waschen des Gesichts.
Die Eingrenzung des Gesichts:
Das Gesicht ist das, was sich beim Gegenüberstehen ergibt (und zu sehen ist).
Seine waagerechte Grenze reicht von einem Ohr zum anderen Ohr.
Seine senkrechte Grenze ist vom (üblichen) Haaransatz bis zum (unteren) Ende des Kinns.
Das Waschen des Gesichts umfasst alle feinen Haare darin sowie die leeren Stellen und Koteletten.
Die „leeren Stellen“ sind die Stellen, die zwischen den Ohrläppchen und den Koteletten sind.
Die Koteletten sind die Haare, die auf dem Warzenfortsatz parallel zum Ohrloch wachsen und (das Haar) was bis zum Tragus verläuft.
Das Waschen des Gesichts umfasst ebenso alle sichtbaren dichten Haare des Barts und das (an Haaren), was damit verbunden wächst.
Der siebte Schritt: Das dreimalige Waschen der Hände, beginnend von den Fingerspitzen bis zu den Ellbogen.
Die Ellbogen sind im verpflichtenden Waschen der Hände inbegriffen.
Der achte Schritt: Das Streichen über den Kopf mit den Händen und über die beiden Ohren, und dies einmal.
Man streicht mit ihnen vom vorderen Teil des Kopfes bis zum Nacken, und streicht dann wieder zurück.
Und man führt seine beiden Zeigefinger in seine Ohren ein und legt seine Daumen auf die Außenseite der Ohren; so streicht man damit (über) die Außen- und Innenseite der Ohren.
Der neunte Schritt: Das dreimalige Waschen der Füße beginnend mit den Zehen bis zu den Fußknöcheln; und die Fußknöchel sind im verpflichtenden Waschen der Füße inbegriffen.
Die Fußknöchel sind die zwei hervorstechenden Knochen am unteren Teil der Unterschenkel.
Der zehnte Schritt: Für den Muslim ist es erwünscht (und eine Sunnah), nach der rituellen Gebetswaschung zu sagen: „Ich bezeuge, dass es keinen Anbetungswürdigen gibt, außer Allah, dem Einzigen, der keinen Teilhaber hat, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist. O Allah, mache mich zu den Bereuenden und mache mich zu den Sich-Reinigenden.“ Dies, da der Gesandte Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Wer die rituelle Gebetswaschung durchführt und sie vollkommen durchführt und hierauf sagt: ‚Ich bezeuge, dass es keinen Anbetungswürdigen gibt, außer Allah, dem Einzigen, der keinen Teilhaber hat, und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist. O Allah, mache mich zu den Bereuenden und mache mich zu den Sich-Reinigenden‘, dem werden die acht Tore des Paradiesgartens geöffnet, sodass er durch jenes davon eintreten kann, das er wünscht.“ Überliefert von At-Tirmidhi.
Die Gebetswaschung wird durch folgende Dinge ungültig:
1. Alles, was aus den zwei Ausgängen austritt, wie Urin, Kot, Wind, Sperma und Lusttropfen.
2. Das Verschwinden des Verstands durch tiefen Schlaf, Ohnmacht, Berauschendes oder Besessenheit.
3. Alles, was die Ganzkörperwaschung erfordert, wie die (große) rituelle Unreinheit, die Menstruation und das Wochenbett.
Wenn der Mensch seine Notdurft verrichtet hat, ist es verpflichtend, dass er die Unreinheit entweder mit reinem Wasser entfernt - und dies ist zu bevorzugen - oder mit etwas anderem als reinem Wasser, welches die Unreinheit entfernt, wie Steine, Blätter, Tücher und dergleichen. Es sollte dreimal oder mehr mit einer sauberen, erlaubten Sache gereinigt werden.
Das Streichen über die Leder- und (Woll)socken:
Wenn man Leder- oder (Woll)socken trägt, ist es erlaubt, über diese zu streichen, ohne die Füße waschen zu müssen. Dies unterliegt jedoch folgenden Bedingungen:
1. Diese (Socken) müssen nach einer vollkommenen Reinigung von der kleinen und großen Unreinheit, bei der die Füße gewaschen wurden, angezogen werden.
2. Diese müssen sauber und dürfen nicht unrein sein.
3. Das Streichen muss in der dafür begrenzten Zeit erfolgen.
4. Sie beide müssen erlaubten Ursprungs sein, sodass sie beispielsweise nicht geklaut oder gewaltsam an sich gerissen wurden.
Die Ledersocken („Khuff“) sind das, was man an den Füßen trägt, bestehend aus dünnem Leder oder Ähnlichem, ebenso wie Schuhe, die die Füße bedecken. Die (Woll)socken („Jaurab“) sind das, was der Mensch an seinen Füßen aus Stoff oder Ähnlichem trägt, ebenso wie das, was man „Strümpfe“ nennt.
Die Weisheit über die (Leder)socken zu streichen, ist die Erleichterung und Vereinfachung für die Muslime, denen es schwerfällt, die Ledersocken oder (Woll)socken (ständig) auszuziehen und die Füße zu waschen, insbesondere im Winter und zu besonders kalten Jahreszeiten sowie auf der Reise.
Die Dauer des Streichens: Der Ansässige darf einen Tag und eine Nacht (24 Stunden) streichen. Der Reisende drei Tage und die dazugehörigen Nächte (72 Stunden).
Die Berechnung der Zeit für das Streichen beginnt ab dem ersten Streichen über die Ledersocken oder (Woll)socken nach dem Verlust der rituellen Gebetswaschung.
Die Art und Weise des Streichens über die Leder- oder (Woll)socken:
1. Die beiden Hände werden nass gemacht.
2. Man fährt mit der Hand über die Oberseite des Fußes (von den Zehenspitzen bis zum Anfang des Fußknöchels).
3. Der rechte Fuß wird mit der rechten Hand gestrichen und der linke Fuß mit der linken Hand.
Dinge, die das Streichen ungültig machen: 1. Alles, was die Ganzkörperwaschung („Ghusl“) erforderlich macht. 2. Das Ende der erlaubten Zeitdauer für das Streichen.
Die Ganzkörperwaschung („Ghusl“):
Wenn zwischen Mann und Frau Beischlaf stattfindet, auch wenn es nicht zum Samenerguss kommt, oder wenn bei ihnen beiden Sperma aufgrund von Verlangen im Wachzustand oder im Schlaf austritt, dann ist für beide die Ganzkörperwaschung erforderlich, damit sie das Gebet oder alles, wofür die Reinheit erforderlich ist, (wieder) verrichten können. Ebenso ist für die Frau, wenn sie von der Menstruation oder dem Wochenbett rein wird, die Ganzkörperwaschung verpflichtend, bevor sie (wieder) das Gebet oder alles, wofür die Reinheit erforderlich ist, verrichten kann.
Die Verrichtung der rituellen Ganzkörperwaschung erfolgt wie folgt:
Der Muslim übergießt seinen gesamten Körper mit Wasser, einschließlich des Ausspülens von Mund und Nase. Wenn er seinen Körper mit Wasser übergossen hat, wird die große Unreinheit von ihm aufgehoben und seine Reinheit ist (dadurch) vollständig (zustande gekommen).
Es gibt noch eine weitere, vollkommenere Art, nämlich diejenige, die der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - praktizierte. Sie ist wie folgt:
1. Die Absicht, die rituelle Unreinheit aufzuheben.
2. Das Aussprechen der „Basmalah“ (also „Bismillah“ sagen), das dreimalige Waschen der beiden Hände, hierauf das Waschen des Genitalbereichs.
3. Die vollständige rituelle Gebetswaschung, so wie ein Muslim sie für das Gebet durchführt.
4. Dreimaliges Übergießen des Kopfes mit Wasser, sodass die Haarwurzeln gründlich benetzt werden.
5. Den ganzen Körper mit Wasser benetzen, beginnend mit der rechten Körperhälfte und dann der linken, dabei mit den Händen einreiben, damit das Wasser den gesamten Körper erreicht.
Folgendes ist demjenigen, der sich im Zustand der großen Unreinheit befindet (dieser wird „Junub“ genannt), untersagt, bis er die rituelle Ganzkörperwaschung vollzieht:
1. Das Gebet.
2. Die Umrundung der Ka'bah.
3. Das Verweilen in der Moschee; es ist ihm jedoch erlaubt, sie lediglich zu durchqueren, ohne darin zu verweilen.
4. Das Berühren des Mushafs.
5. Das Rezitieren des Qurans.
Die Trockenreinigung mit Erde („Tayammum“):
Wenn der Muslim kein Wasser vorfindet, mit welchem er sich reinigen kann, oder er kein Wasser benutzen kann, wegen einer Krankheit oder dergleichen, oder er fürchtet, dass er die Gebetszeit verpasst, dann führt er den Tayammum mit Erde durch.
Die Art und Weise der Verrichtung des Tayammums erfolgt durch das einmalige Schlagen mit beiden Händen (auf die Erde), und das darauffolgende Streichen mit ihnen über Gesicht und Hände. Voraussetzung ist, dass die Erde rein ist.
Der Tayammum wird durch folgende Dinge ungültig:
1. Der Tayammum wird durch das ungültig, wodurch auch die Gebetswaschung ungültig wird.
2. Wenn man Wasser vorfindet, bevor man mit der Handlung der Anbetung („'Ibadah“) beginnt, für welche man den Tayammum durchgeführt hat.
Das Gebet:
Allah hat fünf Gebete am Tag und in der Nacht für den Muslim verpflichtend gemacht. Diese sind: Al-Fajr (das Morgengebet), Adh-Dhuhr (das Mittagsgebet), Al-'Asr (das Nachmittagsgebet), Al-Maghrib (das Abendgebet) und Al-'Ischa (das Nachtgebet).
Die Vorbereitung für das Gebet:
Wenn die Gebetszeit eintrifft, reinigt sich der Muslim von der kleinen und großen Unreinheit, falls bei ihm eine große Unreinheit vorliegen sollte.
Die große Unreinheit („Hadath Akbar“) ist das, was den Muslim zur rituellen Ganzkörperwaschung verpflichtet.
Die kleine Unreinheit („Hadath Asghar“) ist das, was den Muslim zur rituellen Gebetswaschung verpflichtet.
Der Muslim betet in reiner Kleidung an einem Ort, der frei von Unreinheiten ist, während er seine Blöße („'Aurah“) bedeckt.
Der Muslim verschönert sich für das Gebet mit angemessener Kleidung und bedeckt damit seinen Körper. Es ist dem Mann im Gebet nicht erlaubt, etwas von dem Bereich zwischen seinem Bauchnabel und seinen Knien zu zeigen.
Die Frau ist dazu angehalten, ihren gesamten Körper im Gebet zu bedecken, bis auf das Gesicht und die Hände.
Der Muslim spricht im Gebet keine Aussagen aus, außer jene, die spezifisch dafür sind. Er hört dem Vorbeter zu und wendet sich in seinem Gebet nicht zur Seite. Wenn er die spezifischen Aussagen des Gebets (noch) nicht auswendig kann, dann gedenkt er Allah und lobt ihn, bis das Gebet beendet ist. Er ist dazu verpflichtet, das Gebet und seine Aussagen zu erlernen.
Und damit wir - mit Allahs Erlaubnis - richtig beten, folgen wir diesen Schritten und halten an ihnen fest:
Der erste Schritt: Die Absicht zur Pflicht(handlung), die ich verrichten möchte, welche im Herzen gefasst wird.
Nachdem ich die Gebetswaschung vollzogen habe, wende ich mich zur Gebetsrichtung („Qiblah“) und bete stehend, wenn ich dazu im Stande bin.
Der zweite Schritt: Ich hebe meine Hände auf Schulterhöhe und sage: „Allahu Akbar“, und beabsichtige damit den Eintritt ins Gebet.
Der dritte Schritt: Ich lese das Bittgebet der Eröffnung (des Gebets, „Du'a Al-Istiftah“ genannt) mit dem, was überliefert wurde, und dazu zählt der Ausspruch: „SubhanakAllahumma wa bihamdika wa tabarasmuka wa ta'ala jadduka wa la ilaha Ghayruka.“ (Gepriesen seist Du, o Allah, und gelobt. Segensreich ist Dein Name, erhaben ist Deine Stellung und es gibt keinen Anbetungswürdigen, außer Dir.)
Der vierte Schritt: Ich suche Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Satan, so sage ich: „A'udhu Billahi min asch-Schaytan Ar-Rajim.“ (Ich suche Zuflucht bei Allah vor dem verfluchten Satan.)
Der fünfte Schritt: Ich lese Surah Al-Fatihah in jeder Gebetseinheit, und diese ist: „Das Lob gebührt Allah, dem Herrn der Welten(bewohner), dem Allerbarmer, dem Barmherzigen, dem Herrscher am Tag des Gerichts. Dir (allein) dienen wir, und zu Dir (allein) flehen wir um Hilfe. Leite uns den geraden Weg, den Weg derjenigen, denen Du Gunst erwiesen hast, nicht (den Weg) derjenigen, die (Deinen) Zorn erregt haben, und nicht (den Weg) der Irregehenden!“
Hierauf sage ich: „Amin.“ Dies bedeutet: „O Allah, nimm an.“
Ich lese in jedem Gebet lediglich in der ersten und zweiten Gebetseinheit nach der Surah Al-Fatihah das, was (mir) vom Quran erleichtert wird. Dies ist zwar keine Pflicht, jedoch liegt ein großer Lohn in der Umsetzung.
Der sechste Schritt: Ich sage „Allahu Akbar“ und gehe in die Verbeugung, bis mein Rücken gerade ist. Meine Hände lege ich dabei mit gespreizten Fingern auf die Knie. Hierauf sage ich in der Verbeugung dreimal: „Subhana Rabbiyal-'Adhim.“ (Gepriesen sei mein Herr, der Allmächtige.)
Der siebte Schritt: Ich erhebe mich aus der Verbeugung und sage dabei: „Sami'Allahu liman Hamidah“ (Allah hört den, der Ihn lobpreist), während ich meine Hände auf Schulterhöhe hebe. Wenn mein Körper geradesteht, sage ich: „Rabbana wa lakal-Hamd.“ (Unser Herr, und Dir gebührt das Lob.)
Der achte Schritt: Ich sage: „Allahu Akbar“ und gehe in die Niederwerfung auf beiden Händen, beiden Knien, beiden Füßen, der Stirn und der Nase. Ich sage in meiner Niederwerfung dreimal: „Subhana Rabbiyal-A'la.“ (Gepriesen sei mein Herr, der Allerhöchste.)
Der neunte Schritt: Ich sage: „Allahu Akbar“ und hebe mich aus der Niederwerfung, bis ich mit geradem Rücken auf meinem linken Fuß sitze und meinen rechten Fuß ausstrecke. Dann sage ich: „Rabbighfirli.“ (Mein Herr, vergib mir.)
Der zehnte Schritt: Ich sage: „Allahu Akbar“ und gehe ein weiteres Mal in die Niederwerfung, so wie bei der ersten Niederwerfung.
Der elfte Schritt: Ich erhebe mich aus der Niederwerfung und sage dabei: „Allahu Akbar“, bis ich wieder gerade stehe. Ich wiederhole in den verbleibenden Gebetseinheiten das, was ich in der ersten Gebetseinheit auch getan habe.
Nach der zweiten Gebetseinheit des Dhuhr-, 'Asr-, Maghrib- und 'Ischagebets setze ich mich, um den ersten Taschahhud aufzusagen, und dieser ist: „Attahiyyatu Lillah, was-Salawatu, wat-Tayyibat. As-Salamu 'Alayka Ayyuhan-Nabiyyu wa Rahmatullahi wa Barakatuh. As-Salamu 'Alayna wa 'ala 'Ibadillahis-Salihin. Asch-Hadu an la ilaha illa Allah, wa Asch-Hadu anna Muhammadan 'Abduhu wa Rasuluh.“ (Die Ehrerweisungen gebühren Allah, sowie die (Bitt)gebete und guten Taten. Frieden sei auf dir, o Prophet, und die Barmherzigkeit Allahs und Seine Segen. Frieden sei auf uns und auf die rechtschaffenen Diener Allahs. Ich bezeuge, dass es keinen Anbetungswürdigen gibt, außer Allah und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist.) Daraufhin stehe ich zur dritten Gebetseinheit auf.
Nach der letzten Gebetseinheit jedes Gebets setze ich mich, um den letzten Taschahhud aufzusagen, und dieser ist: „Attahiyyatu Lillah, was-Salawatu, wat-Tayyibat. As-Salamu 'Alayka Ayyuhan-Nabiyyu wa Rahmatullahi wa Barakatuh. As-Salamu 'Alayna wa 'ala 'Ibadillahis-Salihin. Asch-Hadu an la ilaha illa Allah, wa Asch-Hadu anna Muhammadan 'Abduhu wa Rasuluh. Allahumma Salli 'ala Muhammad, wa 'ala Ali Muhammad, kama Sallayta 'ala Ibrahim, wa 'ala Ali Ibrahim, Innaka Hamidun Majid. Allahumma Barik 'ala Muhammad, wa 'ala Ali Muhammad, kama Barakta 'ala Ibrahim, wa 'ala Ali Ibrahim, Innaka Hamidun Majid.“ (Die Ehrerweisungen gebühren Allah, sowie die (Bitt)gebete und guten Taten. Frieden sei auf dir, o Prophet, und die Barmherzigkeit Allahs und Seine Segen. Frieden sei auf uns und auf die rechtschaffenen Diener Allahs. Ich bezeuge, dass es keinen Anbetungswürdigen gibt, außer Allah und ich bezeuge, dass Muhammad Sein Diener und Gesandter ist. O Allah, spreche Segenswünsche auf Muhammad und auf die Angehörigen Muhammads, so wie Du Segenswünsche auf Ibrahim und die Angehörigen Ibrahims gesprochen hast, wahrlich Du wirst gelobt und gerühmt. O Allah, segne Muhammad und die Angehörigen Muhammads, so wie Du Ibrahim und die Angehörigen Ibrahims gesegnet hast, wahrlich Du wirst gelobt und gerühmt.)
Der zwölfte Schritt: Hierauf spreche ich den Friedensgruß auf meine rechte Seite und sage: „As-Salamu 'alaykum wa Rahmatullah“ und auf meine linke Seite und sage: „As-Salamu 'alaykum wa Rahmatullah“, mit der Absicht, das Gebet zu verlassen. Hiermit habe ich das Gebet verrichtet.
Der Hijab der muslimischen Frau:
Der Erhabene sagte: „O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen. Dies ist eher geeignet, dass sie erkannt und so nicht belästigt werden. Und Allah ist allvergebend und barmherzig.“ [Al-Ahzab:59]
Allah hat der muslimischen Frau den Hijab auferlegt sowie das Bedecken ihrer Blöße und ihres gesamten Körpers vor fremden Männern mit der in ihrem Land üblichen Kleidung. Es ist ihr nicht erlaubt, ihren Hijab vor jemandem abzulegen, außer vor ihrem Ehemann oder ihren Mahram-Verwandten, das heißt jenen, die eine muslimische Frau dauerhaft nicht heiraten dürfen. Diese sind: der Vater und dessen Väter, der Sohn und dessen Söhne, die Onkel väterlicher- und mütterlicherseits, der Bruder, der Sohn des Bruders, der Sohn der Schwester, der Ehemann der Mutter, der Vater des Ehemanns und dessen Vorväter sowie der Sohn des Ehemanns und dessen Nachkommen, der Milchbruder sowie der Ehemann der Stillmutter. Und durch die Stillverwandtschaft wird das verboten, was auch durch die Blutsverwandtschaft verboten ist.
Die muslimische Frau muss bei ihrer Kleidung einige Bedingungen beachten:
1. Sie (also die Kleidung) soll den gesamten Körper bedecken.
2. Sie darf nicht zu den Kleidungsstücken gehören, die eine Frau als Schmuck trägt, wenn fremde Männer anwesend sind.
3. Sie darf nicht durchsichtig sein und ihren Körper zeigen.
4. Sie soll weit und nicht eng sein, damit nichts von ihrem Körper erkenntlich wird.
5. Sie darf nicht parfümiert sein, wenn sie an fremden Männern vorbeigehen wird, die den Duft des Parfüms von ihr riechen könnten.
6. Sie soll nicht der Kleidung der Männer ähneln.
7. Sie soll nicht der Kleidung der nicht-muslimischen Frauen bei ihren Anbetungen oder ihren Festtagen ähneln.
8. Es soll kein Kleidungstück sein, welches zur Zurschaustellung (von Ruhm oder Ansehen) dient.
Zu den Eigenschaften des Gläubigen:
Der Erhabene sagte: „Die (wahren) Gläubigen sind ja diejenigen, deren Herzen sich vor Ehrfurcht regen, wenn Allahs gedacht wird, und die, wenn ihnen Seine Zeichen verlesen werden, es ihren Glauben mehrt, und die sich auf ihren Herrn verlassen.“ [Al-Anfal:2]
Er ist wahrhaftig in seinen Aussagen und lügt nicht.
Er hält Verträge und Versprechen ein.
Er überschreitet das Maß nicht (und wird nicht unverschämt) während dem Streit.
Er bewahrt das anvertraute Gut.
Er liebt für seinen muslimischen Bruder das, was er für sich selbst liebt.
Er ist großzügig.
Er ist gut im Umgang mit den Menschen.
Er pflegt die Verwandtschaftsbande.
Er ist zufrieden mit der Vorherbestimmung Allahs und dankt Ihm im Zustand des Wohlstands und ist geduldig im Zustand der Not.
Er zeichnet sich durch Schamhaftigkeit aus.
Er ist barmherzig zur Schöpfung.
Sein Herz ist unversehrt von Hass und seine Gliedmaßen sind unversehrt davor, andere anzufeinden.
Er vergibt den Menschen.
Er verschlingt keinen Zins und handelt auch nicht damit.
Er begeht keine Unzucht.
Er trinkt keinen Alkohol.
Er ist gut zu seinen Nachbarn.
Er ist nicht ungerecht und täuscht nicht.
Er stiehlt nicht und betrügt nicht.
Er ist gut zu seinen Eltern, selbst wenn diese keine Muslime sind, und gehorcht ihnen im Guten.
Er erzieht seine Kinder zum Guten, ordnet ihnen die (islamisch) gesetzlichen Pflichten an und untersagt ihnen die Untugend und verbotenen Dinge.
Er ahmt den Nichtmuslimen nicht in ihren religiösen Besonderheiten oder Bräuchen nach, welche zu einem Merkmal und Zeichen für sie geworden sind.
Er kehrt reuig zu Allah zurück und bittet Ihn um Vergebung für seine Nachlässigkeit und seine Sünden.
Wichtige Grundsätze in der Glaubenslehre („'Aqidah“) des Muslims:
1. Allah ist unser Herr; es gibt keinen Anbetungswürdigen, außer Ihm, keinen Herrn außer Ihm und keinen Anbetungswürdigen neben Ihm. Nichts gleicht Ihm, nichts ist Ihm nicht möglich, und Er ist der Allhörende, der Allsehende.
2. Allah - gepriesen sei Er und erhaben ist Er - ist hoch (oben) im Himmel über all Seinen Geschöpfen, getrennt von ihnen. Seine Höhe („'Ulu“) ist absolut in jeder Hinsicht: Die Höhe Seines Wesens (bzw. Seiner Essenz), die Höhe/Erhabenheit Seiner Stellung, die Höhe/Erhabenheit Seiner Überlegenheit. Und Er -gepriesen sei Er - erfasst alles.
3. Wir bestätigen, was Allah - erhaben ist Er - für Sich selbst bestätigt hat oder was Sein Prophet Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - für ihn bestätigt hat, an Namen und Attributen, und wir verneinen, was Allah für Sich selbst verneint hat oder was der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - für Ihn verneint hat.
4. Allah - erhaben ist Er - erhört die Bittgebete, erfüllt die Bedürfnisse, besitzt alles, und nur Er kann Schaden zufügen oder Nutzen bringen. Kein Diener kann auch nur einen Augenblick ohne Ihn auskommen. Es ist einem Muslim nicht erlaubt, bei der Anbetung („'Ibadah“) in irgendeiner Form jemand anderen als Allah anzurufen - sei es im Bittgebet, im Gebet, beim Gelübde, beim Opfern, in Furcht, in Hoffnung, im Vertrauen oder bei anderen äußeren oder inneren Handlungen der Anbetung. Wer irgendeine Anbetung jemand anderem als Allah widmet, ist ein Polytheist („Muschrik“) gegenüber Allah.
5. Die größten Sünden und die schwersten Übertretungen sind die Beigesellung („Schirk“) Allah gegenüber. Wer im Zustand des Schirks stirbt, für den hat Allah das Paradies verboten, und seine Herberge ist das Feuer. Dies ist die Sünde, die Allah nicht vergibt, wenn ein Diener darauf stirbt, ohne bereut zu haben.
6. Was einen Diener verfehlt, hätte ihn nicht treffen können; und was ihn trifft, hätte ihn nicht verfehlen können. Es ist für den Muslim verpflichtend, an die Vorherbestimmung und das Schicksal Allahs zu glauben, mit den Vorherbestimmungen Allahs zufrieden zu sein und Allah zu preisen sowie Ihm in jeder Lage zu danken.
7. Unser Prophet Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - ist der beste der Menschen und das Siegel der Propheten. Er ist der Fürsprecher am Tag der Auferstehung. Allah hat ihn Sich zum nahestehenden Freund genommen, so wie Er Sich Ibrahim -Frieden sei auf ihm - zum nahestehenden Freund genommen hatte.
10. Unser Buch ist der edle Quran - das wunderbare Buch, an dessen Wahrhaftigkeit kein Zweifel besteht und durch dessen Rezitation Allah gedient wird. Allah - erhaben ist Er - hat ihn durch Jibril, den besten der Engel, auf unseren Propheten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - hinabgesandt. Und Allah - erhaben ist Er - hat ihn vor Verfälschung und Veränderung bewahrt, wie Er - gepriesen sei Er - sagte: „Wahrlich, Wir haben die Ermahnung offenbart, und Wir sind ja fürwahr ihr Behüter.“ [Al-Hijr:9]
11. Die Allah am nächsten stehenden Menschen sind diejenigen, die Ihm am gehorsamsten sind und Seiner Gesetzgebung am meisten folgen. Es gibt keinen Vorzug des Arabers gegenüber dem Nicht-Araber noch des Nicht-Arabers gegenüber dem Araber, weder des Weißen gegenüber dem Schwarzen noch des Schwarzen gegenüber dem Weißen, außer durch die Furcht (vor Allah). Die Menschen stammen von Adam, und Adam wurde aus Erde erschaffen. Der Gepriesene sagte: „Wahrlich, der Geehrteste von euch bei Allah ist der (Allah-)Fürchtendste von euch.“ [Al-Hujurat:13]
12. Der Muslim glaubt an die edlen, schreibenden Engel und an ihre Existenz. Sie sind erschaffene Diener, die Allah - erhaben ist Er - aus Licht erschaffen hat. Sie gehören zu den Schöpfungen Allahs - erhaben ist Er. Zu ihnen gehört Jibril, der mit der Offenbarung betraut ist, Mikail, der mit dem Regen betraut ist, Israfil, der mit dem Blasen in das Horn betraut ist, und der Todesengel, der mit dem Nehmen der Seelen der Diener betraut ist.
13. Der Muslim glaubt an die Zeichen der Stunde, an das Erscheinen des falschen Messias („Al-Masih Ad-Dajjal“), an das Herabkommen von 'Isa, dem Sohn Maryams - Frieden sei auf ihn -, vom Himmel am Ende der Zeiten und an das Aufgehen der Sonne von ihrem Westen.
14. Der Muslim glaubt an die Peinigung im Grab für den, der sie verdient hat, und an die Wonne im Grab für den, der sie verdient hat. Ebenso glaubt er an die Befragung durch die beiden Engel Munkar und Nakir im Grab über seinen Herrn, seine Religion und seinen Propheten. Er glaubt ferner daran, dass das Grab entweder ein Garten von den Gärten des Paradieses oder eine Grube von den Gruben des Höllenfeuers ist.
15. Er glaubt an die Auferstehung und an die Vergeltung für die Taten am Tag der Auferstehung sowie daran, dass das Paradies und das Höllenfeuer bereits erschaffen wurden und niemals vergehen werden.
16. Zauberei ist Unglaube („Kufr“) gegenüber Allah; es ist weder erlaubt, sie zu erlernen, noch zu Zauberern oder Scharlatanen zu gehen. Ein Muslim darf weder einem Wahrsager noch einem Hellseher glauben. Wer ihnen glaubt, der ist ungläubig geworden gegenüber dem, was auf Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - hinabgesandt wurde.
17. Der Muslim liebt die Gefährten des Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm. Er liebt diejenigen, die sie lieben, und verabscheut diejenigen, die sie verabscheuen, denn ihre Liebe ist ein Teil (der islamischen) Religion und eine Wohltat, und ihre Abneigung ist Unglaube und Heuchelei. Der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Beschimpft ja nicht meine Gefährten!“ Überliefert von Muslim. Und jeder, der einen der Prophetengefährten („Sahabah“) - möge Allah mit ihnen zufrieden sein - verunglimpft oder herabsetzt, ist ein irregeleiteter Neuerungsträger.
16. Der Muslim bestätigt die (folgende) Reihenfolge des Kalifats nach dem Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm -: Zuerst (bestätigt er sie) für Abu Bakr As-Siddiq - möge Allah mit ihm zufrieden sein -, da er allen aus der Gemeinschaft vorgezogen und ausgezeichnet war; dann für 'Umar Ibn Al-Khattab - möge Allah mit ihm zufrieden sein -; dann für 'Uthman - möge Allah mit ihm zufrieden sein -; und dann für 'Ali Ibn Abi Talib - möge Allah mit ihm zufrieden sein. Sie sind die rechtgeleiteten Kalifen und die rechtgeführten Imame.
17. Die Handlungen der Anbetung („'Ibadat“) sind angehaltener Art („Tauqifiyyah“, d. h. sie dürfen nur so ausgeführt werden, wie sie durch die Offenbarung festgelegt wurden und es bedarf somit einer Anweisung aus den Quelltexten). Daher ist es nicht erlaubt, für Allah - erhaben ist Er - eine Form der Anbetung auszuführen, außer wenn diese im Buch Allahs oder in der Sunnah Seines Gesandten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - belegt ist. Jede Anbetung, die die Menschen nach dem Tod des Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - neu einführen und die nicht seiner Anleitung entspricht, ist eine zurückgewiesene Neuerung („Bid'ah“). Er - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Wer in dieser unserer Sache (der Religion), etwas (neu) einführt, was nicht von ihr ist, so wird es abgelehnt.“ Überliefert von Al-Bukhari.
18. Die Annahme einer Anbetung hängt von zwei grundlegenden Fundamenten ab: Aufrichtigkeit gegenüber Allah - erhaben ist Er - in der Anbetung und die Befolgung des Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - darin. Eine Anbetung wird nicht angenommen, wenn sie nicht rein für Allah ist, und sie wird nicht angenommen, wenn sie nicht der Führung des Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - entspricht.
Meine Glückseligkeit liegt in meiner Religion, dem Islam:
Der Erhabene sagte: „Wer rechtschaffene Werke verrichtet, sei es Mann oder Frau, und dabei ein Gläubiger ist, den werden Wir ganz gewiss ein gutes Leben leben lassen. Und Wir werden ihnen ganz gewiss mit ihrem Lohn das Beste von dem vergelten, was sie zu tun pflegten.“ [An-Nahl:97]
Zu den größten Dingen, die Zufriedenheit, Weite und Freude im Herzen eines Muslims hervorrufen, gehört seine direkte Verbindung zu seinem Herrn, ohne sich einen Vermittler unter den Lebendigen, Toten oder Götzen zu nehmen, denn Allah - erhaben ist Er - erwähnte in Seinem edlen Buch, dass Er immer nah bei Seinen Dienern ist. Er hört sie und erhört ihre Bittgebete, so wie Er - gepriesen sei Er - sagte: „Und wenn dich Meine Diener nach Mir fragen, so bin Ich fürwahr nahe; Ich erhöre den Ruf des Bittenden, wenn er Mich anruft. So sollen sie nun auf Mich hören und (sie sollen) an Mich glauben, auf dass sie (auf den) recht(en Weg) geführt werden.“ [Al-Baqarah:186] Er - gepriesen sei Er - ordnete uns an, Ihn anzurufen. Er machte dies zu einer der gewaltigsten Anbetungen, durch die sich der Muslim seinem Herrn nähert, da Er - mächtig und majestätisch ist Er - sagte: „Und euer Herr sagt: ‚Ruft Mich an, so erhöre Ich euch. Wahrlich, diejenigen, die sich aus Hochmut weigern, Mir zu dienen, werden in die Hölle gedemütigt eingehen.‘“ [Ghafir:60] Der rechtschaffene Muslim ist immer seines Herrn bedürftig; er spricht immer Bittgebete zu Ihm und nähert sich Ihm durch rechtschaffene Anbetungen.
Allah - erhaben ist Er - hat uns in diesem Universum aus einer gewaltigen Weisheit heraus erschaffen - und Er hat uns nicht zwecklos erschaffen - und diese Weisheit ist Ihm allein zu dienen, ohne einen Teilhaber neben Ihm. Er hat uns eine allumfassende Religion festgelegt, die alle Angelegenheiten unseres Lebens regelt, seien sie spezifisch oder allgemein. Mit dieser gerechten Gesetzgebung hat Er die notwendigen Aspekte des Lebens bewahrt, welche unsere Religion, unsere Seelen, unsere Ehre, unser Verstand und unser Besitz sind. Wer ein Leben führt, in dem er die islamisch gesetzlichen Gebote befolgt und die Verbote meidet, so bewahrt er diese notwendigen Aspekte und er lebt zweifelsohne glücklich und ruhig in seinem Leben.
Die Verbindung des Muslims mit seinem Herrn ist tiefgründig und bringt seelische Ruhe und Erholung, das Gefühl von Sicherheit und Freude, und man spürt die Gesellschaft des Herrn - erhaben ist Seine Majestät - sowie Seine Fürsorge und Seinen Schutz für Seinen gläubigen Diener. Der Erhabene sagte: „Allah ist der Schutzherr derjenigen, die glauben. Er bringt sie aus den Finsternissen hinaus ins Licht.“ [Al-Baqarah:257]
Dieses gewaltige Verhältnis ist ein Gefühlszustand, welcher den Genuss der Anbetung des Allerbarmers und die Sehnsucht nach dem Treffen mit Ihm veranlasst. Sie lässt das Herz in den Himmel der Glückseligkeit aufsteigen, indem man die Süße des Glaubens empfindet.
Dies ist die Süße, dessen Geschmack niemand beschreiben kann, außer jener, der sie durch das Verrichten von gehorsamen Taten und die Meidung der Sünden gekostet hat. Aus diesem Grund sagt der Prophet Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm -: „Derjenige hat die Süße des Glaubens („Iman“) gekostet, der mit Allah als Herrn, dem Islam als Religion und Muhammad als Gesandten zufrieden ist.“ Überliefert von Muslim.
Ja! Wenn der Mensch seine ständige Anwesenheit zwischen den Händen seines Schöpfers spürt und Ihn mit Seinen schönen Namen und Attributen/Eigenschaften kennt, Ihn anbetet, als würde er Ihn sehen, und er seine Anbetung aufrichtig für Allah verrichtet und damit niemanden außer Allah - erhaben ist Er - anstrebt, dann wird er ein gutes, glückliches Leben im Diesseits leben und den guten Ausgang im Jenseits erlangen.
Selbst bei dem Unheil, das den Gläubigen im Diesseits trifft, verschwindet seine Hitze durch die Kühle der Gewissheit, durch die Zufriedenheit mit der Vorherbestimmung Allahs, durch seine Lobpreisung für alle Vorherbestimmungen - seien sie gut oder schlecht - und die vollständige Zufriedenheit damit.
Zu den Dingen, um die sich der Muslim bemühen sollte, damit seine Freude und seine innere Ruhe zunehmen, gehören das häufige Gedenken Allahs und die vermehrte Rezitation des edlen Qurans, wie der Erhabene sagte: „Es sind jene, die glauben und deren Herzen Trost finden im Gedenken an Allah. Wahrlich, im Gedenken Allahs werden die Herzen ruhig.“ [Ar-Ra'd:28] Je mehr der Muslim sein Gedenken an Allah und seine Rezitation des Qurans vermehrt, desto stärker wird seine Bindung zu Allah - erhaben ist Er -, seine Seele wird gereinigt und sein Iman wird gestärkt.
Ebenso obliegt es dem Muslim, bestrebt zu sein, die Angelegenheiten seiner Religion aus den authentischen Quellen zu erlernen, damit er Allah - erhaben ist Er - mit Einsicht dient. So sagte der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm -: „Das Streben nach Wissen ist eine Pflicht für jeden Muslim.“ Überliefert von Ibn Majah. Außerdem soll er sich den Anordnungen Allahs, die Er erschaffen hat, ergeben und fügen - unabhängig davon, ob er ihre Weisheit kennt oder nicht, da der Erhabene in Seinem edlen Buch sagte: „Und weder einem gläubigen Mann noch einer gläubigen Frau steht es zu, wenn Allah und Sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, in ihrer Angelegenheit (frei) zu wählen. Und wer sich Allah und Seinem Gesandten widersetzt, der befindet sich ja fürwahr in offenkundigem Irrtum.“ [Al-Ahzab:36]
Und Segen und Frieden seien auf unseren Propheten Muhammad, auf seiner Familie und all seinen Gefährten.
Related books
All books
Ich bin ein Muslim31 SprachenIch bin ein Muslim
Diese Niederschrift erklärt das Konzept des Islams, wer ein Muslim ist und wie man ein wahrer Muslim wird. Sie umfasst auch die Vorzüge des Islams, einige edle Verhaltensregeln und Charakterzüge sowie die Stellung der Frau, die Rechte des Verwandten, des Nachbarn und der Gemeinschaft. Hierin wird auch aufgezeigt, dass der Islam zu jeder guten Tugend aufruft und von jeder unmoralischen Handlung abrät.
Die richtige Glaubenslehre und was ihr widerspricht48 SprachenDie richtige Glaubenslehre und was ihr widerspricht
Verfasst Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Einleitung Alles Lob gebührt Allah allein, und Segen und Frieden seien auf den, nach dem es keinen Propheten mehr gibt, und auf seine Angehörigen und Gefährten.
Die drei fundamentalen Grundlagen und ihre Beweise65 SprachenDie drei fundamentalen Grundlagen und ihre Beweise
Das Buch behandelt die wesentlichen Grundlagen, die der Muslim erlernen muss: die Erkenntnis über Allah, die Erkenntnis über die Religion des Islams und die Erkenntnis über den Propheten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm. Es legt den Schwerpunkt auf die Bedeutung dieser Grundlagen für den Aufbau des Glaubens („Iman“) und der rechtschaffenen Taten, gestützt auf Belege aus dem Quran und den Hadithen.
Der Islam ist die Religion der Gesandten Allahs85 SprachenDer Islam ist die Religion der Gesandten Allahs
Der Islam ist die Unterwerfung für Allah, dem Schöpfer und Planer dieses Universums, und der Gehorsam Ihm gegenüber aus Liebe und Ehrerweisung. Die Grundlage des Islams ist der Glaube („Iman“) an Allah und daran, dass Er der Schöpfer ist und alles außer Ihm Geschöpfe sind, sowie daran, dass Ihm alleine die Anbetung zusteht ohne einen Teilhaber neben Ihm. Niemand wird zu Recht angebetet außer Er und Ihm gehören die schönsten Namen und höchsten Attribute/Eigenschaften. Ihm gehört die gesamte Vollkommenheit ohne jeglichen Mangel. Er hat nicht gezeugt und ist nicht gezeugt worden und niemand ist…