العقيدة الصحيحة وما يضادها
تكلم المؤلف في هذا الكتيب الصغير عن العقيدة الصحيحة التي تتلخص في: الإيمان بالله، وملائكته، وكتبه، ورسله، واليوم الآخر، وبالقدر خيره وشره، فهذه الأمور الستة هي أصول العقيدة الصحيحة عند أهل السنة والجماعة. وقد شرح الشيخ في الكتاب هذه الأصول الستة مستدلًا بالكتاب والسنة وما عليه سلف هذه الأمة، ثم تكلم عن مسألة الإيمان وقرر أنه قول وعمل يزيد بالطاعة وينقص بالمعصية. ثم ذكر مسألة الولاء والبراء وواجب المسلم تجاه أخيه في الدين. ثم شرع في ذكر المنحرفين عن هذه العقيدة الصحيحة مع ذكر أصنافهم، وذكر شبهة المعاصرين وأنها هي نفس شبهة الأولين، وذكر بعض العقائد الكفرية وما زاده المشركون المتأخرون على الأولين. وأكد الشيخ أن النصر لا يأتي إلا بإخلاص العبادة لوجه الله تعالى وحده لا شريك له، ثم ختم هذا الكتيب بذكر نواقض الإسلام.
Die richtige Glaubenslehre und was ihr widerspricht
Verfasst
vom geehrten Schaykh 'Abdul-'Aziz Ibn 'Abdillah Ibn Baz
Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen!
Einleitung
Alles Lob gebührt Allah allein, und Segen und Frieden seien auf den, nach dem es keinen Propheten mehr gibt, und auf seine Angehörigen und Gefährten.
Da die richtige Glaubensgrundlage (arab. „'Aqidah“) das Fundament der Religion des Islams und die Basis der Glaubensgemeinschaft ist, war ich der Ansicht, dass dies das Thema des Vortrags sein sollte. Es ist ja bekannt aus dem Buch und der Sunnah, dass die Taten und Aussagen nur dann richtig sind und akzeptiert werden, wenn sie auf der richtigen 'Aqidah basieren. Wenn die 'Aqidah nicht korrekt ist, wird alles, was an Taten und Aussagen aus ihr entspringt, nichtig, so wie der Erhabene sagte: „Heute sind euch die guten Dinge erlaubt. Und die Speise derjenigen, denen die Schrift gegeben wurde, ist euch erlaubt, und eure Speise ist ihnen erlaubt. Und die Ehrbaren von den gläubigen Frauen und die ehrbaren Frauen von denjenigen, denen vor euch die Schrift gegeben wurde, wenn ihr ihnen ihren Lohn gebt, als ehrbare Ehemänner, nicht als solche, die Hurerei treiben und sich Liebschaften halten. Und wer den Glauben verleugnet, dessen Werk wird hinfällig, und im Jenseits gehört er zu den Verlierern.“ (Al-Maidah: 5) Und der Erhabene sagte: „Und dir und denjenigen, die vor dir waren, ist ja (als Offenbarung) eingegeben worden: ,Wenn du (Allah andere) beigesellst, wird dein Werk ganz gewiss hinfällig, und du gehörst ganz gewiss zu den Verlierern.‘“ (Az-Zumar: 65) Und Verse mit ähnlicher Bedeutung sind zahlreich, und das deutliche Buch Allahs und die Sunnah Seines vertrauenswürdigen Gesandten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - weisen darauf hin, dass die richtige 'Aqidah im Glauben an Allah, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten, den Jüngsten Tag und die Vorherbestimmung, sei sie gut oder schlecht, besteht. Diese sechs Angelegenheiten sind die Fundamente der richtigen 'Aqidah, mit der das Buch Allahs, des Mächtigen, hinabgesandt wurde und mit der Allah Seinen Gesandten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - gesandt hat. Aus diesen Grundlagen wird alles, woran der Glaube in den verborgenen Angelegenheiten verpflichtend ist, abgeleitet, und alles, was Allah und Sein Gesandter - Allahs Segen und Frieden auf ihm - berichtet haben. Die Beweise dieser sechs Grundlagen sind sehr zahlreich im Buch und der Sunnah vorzufinden, und hierzu zählt die Aussage Allahs - gepriesen sei Er -: „Nicht darin besteht die Güte, dass ihr eure Gesichter gegen Osten oder Westen wendet. Güte ist vielmehr, dass man an Allah, den Jüngsten Tag, die Engel, die Bücher und die Propheten glaubt.“ (Al-Baqarah: 177) Und dazu Seine Aussage - gepriesen sei Er -: „Der Gesandte glaubt an das, was ihm von seinem Herrn hinabgesandt worden ist, ebenso die Gläubigen; sie alle glauben an Allah und an Seine Engel und an Seine Bücher und an Seine Gesandten. Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten.“ (Al-Baqarah: 285) Und dazu Seine Aussage - gepriesen sei Er -: „O ihr, die ihr glaubt, glaubt an Allah und Seinen Gesandten und das Buch, das Er auf Seinen Gesandten hinabgesandt hat, und (an) das Buch, das Er zuvor hinabgesandt hat. Und wer Allah, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten und den Jüngsten Tag verleugnet, der ist weit abgeirrt.“ (An-Nisa: 136) Und dazu Seine Aussage - gepriesen sei Er -: „Weißt du denn nicht, dass Allah weiß, was im Himmel und auf der Erde ist? Wahrlich, das steht in einem Buch; wahrlich, das ist Allah ein Leichtes.“ (Al-Hajj: 70) Was die authentischen Hadithe angeht, die auf diese Grundlagen hinweisen, so sind diese (ebenfalls) sehr zahlreich. Dazu zählt die bekannte Überlieferung, die Muslim in seinem Sahih-Werk überlieferte, (berichtet) vom Führer der Gläubigen 'Umar Ibn Al-Khattab - möge Allah mit ihm zufrieden sein -, dass Jibril - Frieden sei auf ihm - den Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - über den Glauben befragte, und dieser ihm sagte: „Der Glaube (arab. „Iman“) ist, dass du an Allah glaubst, an Seine Engel, an Seine Bücher, an Seine Gesandten, an den Jüngsten Tag und dass du an die Vorherbestimmung glaubst, sei sie gut oder schlecht.“ [1] Überliefert von den Beiden (also Al-Bukhari und Muslim) im Hadith von Abu Hurayrah. Aus diesen sechs Grundlagen werden alle weiteren Themen, wie das Recht Allahs - gepriesen sei Er -, die Rückkehr (zu Allah) und alle weiteren Angelegenheiten des Verborgenen, abgeleitet, von denen der Muslim überzeugt sein muss. [1] Überliefert von Muslim in „Al-Iman“ (8), von At-Tirmidhi in „Al-Iman“ (2610), von An-Nasai in „Al-Iman wa Scharai'“ (4990), von Abu Dawud in „As-Sunnah“ (4695), von Ibn Majah in „Al-Muqaddima (Einleitung)“ (63) und von Ahmad (1/27).
Der Glaube („Iman“) an Allah - erhaben ist Er
Der Glaube („Iman“) daran, dass Allah der wahre Angebetete ist, Dem die Anbetung zusteht, ohne jemanden neben Ihm (anzubeten).
Zum Glauben an Allah - gepriesen sei Er - gehört die Überzeugung, dass Er der wahre Angebetete ist, Dem die Anbetung zusteht, ohne jemanden neben Ihm (anzubeten), da Er der Schöpfer der Diener ist, der Gütige zu ihnen, und Derjenige, Der sich um ihre Versorgung kümmert, und der Wissende über ihr Inneres und ihr Äußeres, der Allmächtige, Der den Gehorsamen unter ihnen belohnen kann und den Sünder unter ihnen bestrafen kann. Für diese Anbetung hat Allah die zwei Schwerlastenden erschaffen und Er hat sie ihnen befohlen, wie Er - erhaben ist Er - sagte: „Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“ (Adh-Dhariyat: 56) „Ich will weder irgendeine Versorgung von ihnen, noch will Ich, dass sie Mir zu essen geben.“ (Adh-Dhariyat: 57) „Wahrlich, Allah ist der Versorger, der Besitzer von Kraft und der Feste.“ (Adh-Dhariyat: 58) Und Er - gepriesen sei Er - sagte: „O ihr Menschen, dient eurem Herrn, Der euch und diejenigen vor euch erschaffen hat, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget!“ (Al-Baqarah: 21) „Der euch die Erde zu einem Ruhebett und den Himmel zu einem Bau gemacht hat und vom Himmel Wasser herabkommen lässt, durch das Er dann für euch Früchte als Versorgung hervorbringt. So stellt Allah nicht andere als Seinesgleichen zur Seite, wo ihr (es) doch wisst.“ (Al-Baqarah: 22) Und Allah hat die Gesandten entsandt und die Bücher hinabgesandt, um diese Wahrheit und den Aufruf zu ihr zu verdeutlichen, und um vor dem Gegenteil davon zu warnen, wie Er - gepriesen und erhaben ist Er - sagte: „Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten erweckt: ,Dient Allah und meidet die falschen Götter.‘“ (An-Nahl: 36) Der Erhabene sagte: „Und Wir haben vor dir keinen Gesandten gesandt, dem Wir nicht (die Weisung) eingegeben hätten: ,Es gibt keinen Gott außer Mir, so dient Mir!‘“ (Al-Anbiya: 25) Und Er - mächtig und majestätisch ist Er - sagte: „Alif-Lam-Ra. (Dies ist) ein Buch, dessen Zeichen eindeutig festgefügt und hierauf ausführlich dargelegt sind von Seiten eines Allweisen und Allkundigen: ,Ihr sollt nur Allah dienen'. Wahrlich, ich bin euch von Ihm (aus) ein Warner und Frohbote.“ (Hud: 1-2) Und die Wirklichkeit dieser Anbetung ist, dass man Allah - gepriesen sei Er - zum Einen macht mit allen Formen der Anbetung seitens des Dieners wie mit Bittgebeten, der Angst, der Hoffnung, dem Gebet, dem Fasten, dem Schächten, dem Gelübde und allen anderen Arten der Anbetung, die man aus Demut gegenüber Ihm und im Begehren nach Ihm und aus Furcht vor Ihm, mit der vollkommenen Liebe zu Ihm - gepriesen sei Er - und aus Demut gegenüber Seiner Macht ausführt. Das meiste des edlen Qurans wurde wegen dieses gewaltigen Grundsatzes hinabgesandt, wie in Seiner Aussage - gepriesen sei Er -: „So diene Allah und sei Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion.“ „Sicherlich, Allah gehört die aufrichtige Religion.“ (Az-Zumar: 2-3) Und Er - gepriesen sei Er - sagte: „Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr nur Ihm dienen sollt.“ (Al-Isra: 23) Und dazu Seine Aussage - mächtig und majestätisch ist Er -: „So ruft Allah an, (wobei ihr) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (seid), auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.“ (Ghafir: 14) In den beiden Sahih-Werken wird von Mu'adh - möge Allah mit ihm zufrieden sein - berichtete, dass der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Das Recht Allahs gegenüber den Dienern ist, dass sie Ihm dienen und Ihm nichts beigesellen.“ [2] [2] Überliefert von Al-Bukhari in „Al-Jihad wa As-Siyar“ (2701), Muslim in „Al-Iman“ (30), At-Tirmidhi in „Al-Iman“ (2643), Ibn Majah in „Az-Zuhd“ (4296) und Ahmad (5/238).
Der Glaube an alles, was Er Seinen Dienern vorgeschrieben hat und wozu Er sie verpflichtet hat, wie die fünf offenkundigen Säulen des Islams
Und der Glaube („Iman“) an alles, was Er Seinen Dienern vorgeschrieben hat und wozu Er sie verpflichtet hat, wie die fünf offenkundigen Säulen des Islams - diese sind: das Bekenntnis, dass es keine anbetungswürdige Gottheit gibt, außer Allah und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist, das Verrichten des Gebets, das Entrichten der Pflichtabgabe, das Fasten im Ramadan sowie die Pilgerfahrt zum wohlbewahrten Haus Allahs für den, der dazu im Stande ist - und darüber hinaus die Pflichten, mit denen die reine Gesetzgebung kam.
Die wichtigste und gewaltigste dieser Säulen ist das Zeugnis, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist. Das Bekenntnis, dass es keine anbetungswürdige Gottheit gibt, außer Allah, erfordert Aufrichtigkeit in der Anbetung zu Allah allein und ihre Negierung für jemand anderen außer Ihm. Die vollständige Bedeutung von „la ilaha illa Allah“ ist also: „Es gibt keinen, der zu Recht angebetet wird, außer Allah.“ So wird alles, was neben Allah - sei es ein Mensch, ein König, ein Jinn oder etwas anderes - angebetet wird, zu Unrecht angebetet. Und der, der zu Recht angebetet wird, ist Allah allein, wie Er - gepriesen sei Er - sagte: „Dies, weil Allah die Wahrheit ist und weil das, was sie anstatt Seiner anrufen, das Falsche ist und weil Allah der Erhabene, der Große ist.“ (Al-Hajj: 62) Es wurde bereits verdeutlicht, dass Allah - gepriesen sei Er - die zwei Schwerlastenden für diesen ursprünglichen Grundsatz erschuf und ihnen diesen anbefahl. Damit hat Er seine Gesandten entsandt und Seine Bücher hinabgesandt. So sinne und denke gut darüber nach, damit dir klar wird, in welch gewaltige Unwissenheit über diesen ursprünglichen Grundsatz die meisten Muslime gefallen sind, bis sie sogar anderen neben Allah dienten und Sein alleiniges Anrecht auf jemanden außer Ihm anwendeten, so ist bei Allah Hilfe zu ersuchen.
Der Glaube („Iman“) daran, dass Allah der Schöpfer der Welt ist und ihre Angelegenheiten regelt, und Gewalt über sie hat mit Seinem Wissen und Seiner Macht
Zum Glauben an Allah - gepriesen sei Er - gehört die Überzeugung, dass Er der Schöpfer der Welt ist und ihre Angelegenheiten regelt, und mit Seinem Wissen und Seiner Macht Gewalt über sie verfügt, wie Er - gepriesen sei Er - es möchte. Und (zum Glauben an Ihn gehört,) dass Er der König des Diesseits und Jenseits ist, und der Herr aller Weltenbewohner. Es gibt keinen Schöpfer außer Ihn und keinen Herrn außer Ihn. Er hat die Gesandten entsandt und die Bücher hinabgesandt, zur Besserung der Diener und um sie zu dem aufzurufen, worin sich ihre Rettung und ihr Wohl befindet, sowohl im Sofortigen als auch im Späteren. Und (der Glaube daran,) dass Er - gepriesen sei Er - keinen Teilhaber in all dem hat, wie Er - erhaben ist Er - sagte: „Allah ist der Schöpfer von allem, und Er ist Sachwalter über alles.“ (Az-Zumar: 62) Der Erhabene sagte: „Wahrlich, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob. Er lässt die Nacht den Tag überdecken, wobei sie ihn eilig einzuholen sucht. Und (Er schuf auch) die Sonne, den Mond und die Sterne, (und hat sie) durch Seinen Befehl dienstbar gemacht. Sicherlich, Sein ist die Schöpfung und der Befehl. Segensreich ist Allah, der Herr der Weltenbewohner.“ (Al-A'raf: 54)
Der Glaube („Iman“) an Seine schönen Namen und erhabenen Attribute - ohne Entstellung, ohne Stilllegung, ohne nach dem „Wie?“ zu fragen und ohne zu vergleichen
Und zum Glauben an Allah gehört der Glaube an Seine schönen Namen und erhabenen Attribute, die in Seinem edlen Buch stehen - ohne Entstellung, ohne Stilllegung, ohne nach dem „Wie?“ zu fragen und ohne zu vergleichen. Vielmehr ist es verpflichtend, sie so zu nehmen, wie sie kamen, ohne nach dem Wie zu fragen, und mit dem Glauben an das, worauf die gewaltigen Bedeutungen hindeuten, welche die Merkmale Allahs - erhaben ist Er - sind. Es ist verpflichtend, Ihn damit zu beschreiben, wie es Ihm ziemt, ohne dass Er mit Seiner Schöpfung in einer Seiner Eigenschaften verglichen wird. So wie Er - erhaben ist Er - sagte: „Nichts ist Ihm gleich; und Er ist der Allhörende und Allsehende.“ (Asch-Schura: 11) Und Er - erhaben ist Er - sagte: „So führt für Allah keine Gleichnisse an! Wahrlich, Allah weiß, ihr aber wisst nicht.“ (An-Nahl: 74) Das ist die Glaubensgrundlage der Ahlus-Sunnah wal-Jama'ah von den Gefährten des Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - und von denen, die ihnen auf beste Art gefolgt sind. Diese ist es, die Abul-Hasan Al-Asch'ari im Buch „Die Aussagen über die Leute des Hadith und der Ahlus-Sunnah“ und die auch andere Leute des Wissens und des Glaubens überliefert haben.
Al-Auza'i - möge Allah mit ihm barmherzig sein - sagte: „Az-Zuhri und Makhul wurden über die Verse der Attribute (Allahs) befragt, so sagten sie: ,Wendet sie so an (und bestätigt sie), wie sie kamen (und berichtet wurden).‘“ Al-Walid Ibn Muslim - möge Allah mit ihm barmherzig sein - sagte: „Malik, Al-Auza'i, Al-Layth Ibn Sa'd und Sufyan Ath-Thauri - möge Allah mit ihnen barmherzig sein - wurden über die berichteten Überlieferungen über die Attribute befragt. Da sagten sie allesamt: ,Wendet sie so an (und bestätigt sie), wie sie kamen (und berichtet wurden).‘“ Und Al-Auza'i - möge Allah mit ihm barmherzig sein - sagte: „Wir und die vorherigen Tabi'un pflegten zu sagen, dass Allah - gepriesen sei Er - über Seinem Thron ist, und wir glauben an die Attribute, die in der Sunnah überliefert wurden.“ Und als Rabi'ah Ibn 'Abdir-Rahman, der Lehrer von Malik, - möge Allah mit ihnen barmherzig sein - über den Istiwa befragt wurde, sagte er: „Der Istiwa ist nicht unbekannt, und das ‚Wie?‘ kann nicht mit dem Verstand begriffen werden. Von Allah kommt die Botschaft und dem Propheten obliegt die deutliche Überbringung und uns obliegt das Bestätigen dessen.“ Als Imam Malik - möge Allah mit ihm barmherzig sein - hierüber (also den Istiwa) befragt wurde, sagte er: „Der Istiwa ist bekannt, das ‚Wie?‘ ist verborgen, der Glaube daran ist verpflichtend und die Frage danach ist eine Erneuerung.“ Daraufhin sagte er zum Fragenden: „Ich betrachte dich nur als einen üblen Mann!“ Er befahl dann, dass er rausgebracht wird.
Und dieser Wortlaut wurde von der Mutter der Gläubigen Umm Salamah - möge Allah mit ihr zufrieden sein - berichtet. Imam Abu 'Abdir-Rahman Ibn Al-Mubarak - möge Allah mit ihm barmherzig sein - sagte: „Wir wissen, dass unser Herr - gepriesen sei Er - über Seinen Himmeln und über Seinem Thron ist, getrennt von Seiner Schöpfung.“ Die Gelehrten haben sehr oft über dieses Thema gesprochen, es ist nicht möglich, dies in dieser Sitzung zu übermitteln. Wer sich hiermit mehr beschäftigen möchte, so soll er zu dem zurückgehen, was die Gelehrten der Sunnah über dieses Thema verfasst haben - wie z. B. „Kitab As-Sunnah“ von 'Abdullah Ibn Al-Imam Ahmad und „Kitab At-Tauhid“ vom edlen Imam Muhammad Ibn Khuzaymah und „Kitab As-Sunnah“ von Abul-Qasim Al-Lalakai At-Tabari und „Kitab As-Sunnah“ von Abu Bakr Ibn Abi 'Asim, und ebenso die Antwort (und Niederschrift) von Schaykh Al-Islam Ibn Taymiyyah an die Bewohner von Hamah, und diese Antwort ist gewaltig und hat zahlreiche Nutzen. Er - möge Allah mit ihm barmherzig sein - hat hierin die Glaubensgrundlage der Ahlus-Sunnah verdeutlicht und er hat zahlreiche ihrer Aussagen überliefert, sowie islamische Beweise und logische Belege für die Richtigkeit dessen, was die Ahlus-Sunnah sagten und die Falschheit dessen, was ihre Gegner behaupteten. Und ebenfalls seine Niederschrift, die „At-Tadmuriyyah“ genannt wird, in der er die Stellung dieser Sache darlegte und darin die Glaubensgrundlage der Ahlus-Sunnah mit ihren überlieferten und logischen Beweisen verdeutlichte, und die Widerlegung derjenigen, die dem widersprechen, mit dem, was die Wahrheit klarmacht und die Falschheit brandmarkt, für jeden, der von den Leuten des Wissens dies mit einer rechtschaffenen Absicht und mit der Bestrebung, die Wahrheit zu kennen, betrachtet. Und jeder, der Ahlus-Sunnah in dem widerspricht, was sie in Bezug auf die Namen und Attribute (Allahs) glauben, so wird dieser in einen Widerspruch mit den überlieferten und logischen Beweisen fallen, mit der deutlichen Unvereinbarkeit in allem, was er bestätigt und negiert.
Was jedoch die Ahlus-Sunnah wal-Jama'ah betrifft, so bestätigen sie für Allah - gepriesen sei Er - das, was Er für Sich selbst in Seinem edlen Buch und was Sein Gesandter Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - in seiner authentischen Sunnah für Ihn bestätigt haben, eine Bestätigung, ohne zu vergleichen. Sie halten Ihn - gepriesen sei Er - für erhaben darüber, dass Er mit Seiner Schöpfung verglichen wird, eine Erhabenheit frei von Entstellung. So haben sie die Unversehrtheit vor Widersprüchen gewonnen und nach allen Beweisen gehandelt, und dies ist die Gesetzmäßigkeit Allahs - gepriesen sei Er - bei dem, der an der Wahrheit festhält, mit der Er Seine Gesandten entsandt hat, und demütig darin und bei Allah aufrichtig in seiner Bitte war, dass Er ihm zur Wahrheit verhelfen soll und (ihm) Seinen Beweis deutlich machen soll, so wie der Erhabene sagte: „Aber nein! Wir schleudern die Wahrheit gegen das Falsche, und da zerschmettert sie ihm das Haupt, und sogleich geht es dahin.“ (Al-Anbiya: 18) Und der Erhabene sagte: „Und sie bringen dir kein Beispiel, ohne dass Wir dir die Wahrheit und eine bessere Erklärung brächten.“ (Al-Furqan: 33) Al-Hafith Ibn Kathir - möge Allah mit ihm barmherzig sein - erwähnte in seiner bekannten Quran-Erläuterung bei seinen Worten über die Aussage Allahs - mächtig und majestätisch ist Er -: „Wahrlich, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob.“ (Al-A'raf: 54). Er erwähnte gute Worte in diesem Kapitel, welche dazu geeignet sind, sie hier zu berichten, aufgrund ihres gewaltigen Nutzens. Er - möge Allah mit ihm barmherzig sein - sagte in dem, was er verfasste in seinem Werk: „Die Menschen haben zu dieser Thematik zahlreiche Abhandlungen verfasst, jedoch ist dies nicht die Stelle, um diese darzulegen. Denn in dieser Thematik folgen wir der Methodik der rechtschaffenen Vorfahren - (von) Malik, Al-Auza'i, Ath-Thauri, Al-Layth Ibn Sa'd, Asch-Schafi'i, Ahmad, Ishaq Ibn Rahuyah und anderen früheren und späteren Gelehrten der Muslime - und diese ist sie (also die Attribute Allahs) so anzunehmen, wie sie kamen, ohne nach dem ‚Wie?‘ zu fragen, zu vergleichen oder zu verstellen. Die Bedeutung, die den Muschabbihin (also diejenigen, die Attribute Allahs mit denen Seiner Schöpfung vergleichen) dabei einfällt, wird für Allah negiert, da Allah nichts von Seiner Schöpfung ähnelt, nichts ist Ihm gleich und Er ist der Allhörende, der Allsehende. Vielmehr ist die Angelegenheit so, wie die Gelehrten (unter ihnen) es sagten. Nu'aym Ibn Hammad Al-Khuza'i, der Lehrer von Al-Bukhari, sagte: ,Wer Allah mit Seiner Schöpfung vergleicht, hat Unglaube begangen. Und wer etwas, womit Allah Sich selbst beschrieben hat, verleugnet, hat Unglaube begangen. Weder bei dem, womit Allah Sich selbst beschrieben hat, noch bei dem, womit Sein Gesandter Ihn beschrieben hat, gibt es eine Ähnlichkeit. Wer also für Allah - erhaben ist Er - das bestätigt, was die deutlichen Verse und authentischen Berichte überliefern, auf die Art und Weise, wie es Seiner Erhabenheit gebührt, und für Allah jegliche Mängel negiert, so hat dieser den Weg der Rechtleitung eingeschlagen.‘“
Der Glaube („Iman“) an die Engel
Der Glaube an die Engel umfasst den allgemeinen und den detaillierten Glauben an sie: So glaubt der Muslim, dass Allah Engel besitzt, die Er für Seinen Gehorsam erschaffen hat, und Er hat sie als geehrte Diener beschrieben, die Ihm im Reden nicht zuvorkommen und nach Seinem Befehl handeln. „Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt, und sie legen Fürsprache nur für denjenigen ein, dem Er zustimmt. Und sie sind aus Furcht vor Ihm besorgt.“ (Al-Anbiya: 28) Sie sind in zahlreiche Gruppen unterteilt: Unter ihnen sind jene, die mit dem Tragen des Thrones beauftragt sind, und welche, die Wächter des Paradiesgartens und der Hölle sind, und die, die mit dem Bewahren der Taten der Diener beauftragt sind. Und wir glauben im Detail an die, die Allah und Sein Gesandter benannt haben, wie Jibril, Mikail, Malik, der Wächter der Hölle, und Israfil, der mit dem Blasen ins Horn beauftragt wurde. Es wurde in authentischen Überlieferungen erwähnt, und im Sahih-Werk ist über 'Aischah - möge Allah mit ihr zufrieden sein - verzeichnet, dass der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Die Engel wurden aus Licht erschaffen und die Jinn wurden aus einer unruhigen Feuerflamme erschaffen und Adam wurde aus dem erschaffen, was euch zugeschrieben wird.“ [3] Überliefert von Muslim in seinem Sahih-Werk. [3] Muslim in „Az-Zuhd wa Ar-Raqaiq“ (2996) und Ahmad (6/153).
Der Glaube an die Bücher
Ebenso ist der Glaube an die Bücher verpflichtend: Der allgemeine Glaube daran, dass Allah - gepriesen sei Er - Bücher auf seine Propheten und Gesandten hinabgesandt hat, um Sein Recht und den Aufruf dazu zu verdeutlichen, so wie der Erhabene sagte: „Wir haben ja Unsere Gesandten mit den klaren Beweisen gesandt und mit ihnen die Schrift und die Waage hinabgesandt, damit die Menschen für die Gerechtigkeit eintreten.“ (Al-Hadid: 25) Und der Erhabene sagte: „Die Menschen waren eine einzige Gemeinschaft. Dann schickte Allah die Propheten als Verkünder froher Botschaft und als Überbringer von Warnungen und sandte mit ihnen die Bücher mit der Wahrheit hinab, um zwischen den Menschen über das zu richten, worüber sie uneinig waren...“ (Al-Baqarah: 213)
Und wir glauben im Detail an das, was Allah davon (also mit Namen) benannt hat, wie die Thora, das Evangelium, die Psalmen und den Quran, welcher das Beste dieser (Bücher) und ihr Siegel ist. Er (also der Quran) ist der Wächter über sie und der, der ihre Wahrheit bestätigt. Und ihm muss die gesamte Gemeinschaft folgen und mit dem urteilen, was authentisch aus der Sunnah des Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - (überliefert) ist, da Allah - gepriesen sei Er - Seinen Gesandten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - als Gesandten zu allen Schwerlastenden sandte. Er offenbarte ihm diesen Quran, damit er mit ihm richtet. Und Er machte ihn (also den Quran) zu einer Heilung für das, was in den Brüsten ist, und als klare Darlegung von allem sowie als Rechtleitung und Barmherzigkeit für die Gläubigen, so wie es der Erhabene sagte: „Und dies ist ein Buch, das Wir (als Offenbarung) hinabgesandt haben, ein gesegnetes (Buch). So folgt ihm und seid gottesfürchtig, auf dass ihr Erbarmen finden möget!“ (Al-An'am: 155) Und der Gepriesene sagte: „Und Wir haben dir das Buch offenbart als klare Darlegung von allem und als Rechtleitung, Barmherzigkeit und frohe Botschaft für die (Allah ergebenen) Muslime.“ (An-Nahl: 89) Der Erhabene sagte: „Sag: ‚O ihr Menschen, ich bin für euch alle der Gesandte Allahs, Dem die Herrschaft der Himmel und der Erde gehört. Es gibt keine Gottheit außer Ihm. Er macht lebendig und lässt sterben. So glaubt an Allah und Seinen Gesandten, den schriftunkundigen Propheten, der an Allah und Seine Worte glaubt, und folgt ihm, auf dass ihr rechtgeleitet sein möget!‘“ (Al-A'raf: 158) Die Verse in Bezug auf diese Thematik sind zahlreich.
Der Glaube („Iman“) an die Gesandten
Und Gleiches gilt für die Gesandten, so ist der Glaube an sie im Allgemeinen und detailliert verpflichtend. Demnach glauben wir, dass Allah - gepriesen sei Er - zu Seinen Dienern Gesandte aus ihren Reihen entsandte, als Überbringer froher Botschaft und als Warner und Aufrufer zur Wahrheit. Wer ihnen folgt, erlangt die Glückseligkeit. Und wer ihnen zuwiderhandelt, der wird Scheitern und Reue erleiden. Ihr Siegel und der Beste von ihnen ist unser Prophet Muhammad Ibn 'Abdillah - Allahs Segen und Frieden auf ihm -, wie Allah - gepriesen sei Er - es sagte: „Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten erweckt: ‚Dient Allah und meidet die falschen Götter.‘“ (An-Nahl: 36) Der Erhabene sagte: „Gesandte als Verkünder froher Botschaft und als Überbringer von Warnungen, damit die Menschen nach den Gesandten kein Beweismittel gegen Allah haben.“ (An-Nisa: 165) Und der Erhabene sagte: „Muhammad ist nicht der Vater irgendjemandes von euren Männern, sondern Allahs Gesandter und das Siegel der Propheten.“ (Al-Ahzab: 40) Wen Allah benannt hat oder wessen Bezeichnung vom Gesandten Allahs bestätigt wurde, so glauben wir an ihn auf detaillierte und spezifische Art - wie an Nuh, Hud, Salih, Ibrahim und andere außer ihnen. Der vorzüglichste Segen und reinste Gruß sei auf ihnen und auf unserem Propheten.
Der Glaube („Iman“) an den Jüngsten Tag
Was den Glauben an den Jüngsten Tag betrifft:
Darunter fällt der Glaube an alles, was Allah und Sein Gesandter - Allahs Segen und Frieden auf ihm - darüber berichtet haben, was nach dem Tod sein wird - wie die Prüfung (und Versuchung) im Grab, die Strafe und die Wonne darin - und (der Glaube) an das, was am Tag der Auferstehung sein wird - wie das Entsetzen, die Schwierigkeiten, die Brücke, die Waage, die Abrechnung, die Vergeltung und das Verteilen der Schriften unter den Menschen; so wird es denjenigen geben, der sein Buch mit seiner rechten (Hand) nehmen wird, und den, der sein Buch mit seiner linken (Hand) nehmen wird oder hinter seinem Rücken. Darunter fällt ebenso der Glaube an das Becken, welches für unseren Propheten Muhammad vorbestimmt wurde, und der Glaube an den Paradiesgarten und die Hölle und daran, dass die Gläubigen ihren Herrn - gepriesen sei Er- sehen und mit Ihm sprechen werden und an alles Weitere, was im edlen Quran und der authentischen Sunnah über den Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - überliefert wurde. Demnach ist der Glaube an all das verpflichtend und man bestätigt es so, wie Allah und Sein Gesandter - Allahs Segen und Frieden auf ihm - es verdeutlicht haben.
Der Glaube („Iman“) an die Vorherbestimmung
Was den Glauben an die Vorherbestimmung angeht, so umfasst dieser den Glauben an vier Angelegenheiten:
1. Allah - gepriesen sei Er - weiß, was war und was sein wird und Er kennt die Zustände Seiner Diener, ihre Versorgungen, Lebensfristen und Taten und alles Weitere von ihren Angelegenheiten. Nichts davon bleibt Ihm - gepriesen und erhaben ist Er- verborgen, so wie Er - gepriesen sei Er - sagte: „Wahrlich, Allah weiß über alles Bescheid.“ (Al-Baqarah: 231) Und Er - mächtig und majestätisch ist Er - sagte: „Damit ihr wisst, dass Allah zu allem die Macht hat und dass Allah ja alles mit Seinem Wissen umfasst.“ (At-Talaq: 12)
2. Er - gepriesen sei Er - schrieb alles auf, was Er vorherbestimmt und bestimmt hat, so wie es der Gepriesene sagte: „Wir wissen bestimmt, was die Erde von ihnen verringert. Und bei Uns ist ein Buch, das alles bewahrt.“ (Qaf: 4) Der Erhabene sagte: „Und alles haben Wir in einem deutlichen Verzeichnis erfasst.“ (Yasin: 12) Und der Erhabene sagte: „Weißt du denn nicht, dass Allah weiß, was im Himmel und auf der Erde ist? Wahrlich, das steht in einem Buch; wahrlich, das ist Allah ein Leichtes.“ [Al-Hajj:70]
3. Der Glaube an Seinen in Kraft tretenden Willen. Was Er also möchte, wird sein, und was Er nicht möchte, wird nicht sein, so wie es der Gepriesene sagte: „Wahrlich, Allah tut, was Er will.“ (Al-Hajj: 18) Und Er - mächtig und majestätisch ist Er - sagte: „Sein Befehl ist, wenn Er etwas will, dazu nur zu sagen: ‚Sei!‘, und so ist es.“ (Yasin: 82) Und der Gepriesene sagte: „Und ihr könnt nicht(s) wollen, außer dass Allah (es) will. Wahrlich, Allah ist allwissend und allweise.“ (Al-Insan: 30)
4. Er - gepriesen sei Er - hat alles, was existiert, erschaffen. Es gibt keinen Schöpfer außer Ihm und keinen Herrn außer Ihm, so wie der Gepriesene sagte: „Allah ist der Schöpfer von allem, und Er ist Sachwalter über alles.“ (Az-Zumar: 62) Und der Erhabene sagte: „O ihr Menschen, gedenkt der Gunstgabe Allahs an euch. Gibt es denn einen anderen Schöpfer als Allah, Der euch vom Himmel und von der Erde versorgt? Es gibt keine Gottheit außer Ihm. Wie leicht lasst ihr euch doch abwenden!“ (Fatir: 3) Der Glaube an die Vorherbestimmung umfasst bei Ahlus-Sunnah wal-Jama'ah den Glauben an diese vier Angelegenheiten, im Gegensatz zu den Leuten der Neuerungen, die manches davon verleugnen.
Der Glaube („Iman“) ist Aussage und Tat - er steigt durch den Gehorsam und sinkt durch Sünden
Zum Glauben an Allah gehört auch die Überzeugung, dass der Glaube (arab. „Iman“) aus Aussage und Tat besteht, welcher durch den Gehorsam steigt und durch Sünden sinkt. Jedoch ist es verboten, einen Muslim wegen einer Sünde, die kein Schirk und kein Kufr ist, zum Ungläubigen zu erklären. Darunter fällt beispielsweise die Unzucht, der Diebstahl, das Verzehren von Zinsen, das Trinken von Berauschendem, der Ungehorsam zu den Eltern und weitere große Sünden, die dies (also den Takfir) nicht erlauben, aufgrund der Aussage des Gepriesenen: „Wahrlich, Allah vergibt nicht, dass man Ihm (etwas) beigesellt. Doch was außer diesem ist, vergibt Er, wem Er will.“ (An-Nisa: 48) Und in den mehrfach berichteten Überlieferungen über den Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - wurde bestätigt, dass Allah denjenigen aus dem Höllenfeuer rausholt, in dessen Herzen Glaube (Iman) im Gewicht eines Senfkorns ist.
Das Lieben und das Verabscheuen für Allah, und die Loyalität und das Entgegenwirken für Allah
Zum Glauben an Allah gehört: Das Lieben und das Verabscheuen für Allah sowie die Loyalität und das Entgegenwirken für Allah. So liebt der Gläubige die Gläubigen und verbündet sich mit ihnen, und er verabscheut die (feindseligen) Kuffar und wirkt ihnen entgegen. An der Spitze der Gläubigen dieser Gemeinschaft stehen die Gefährten des Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm. So lieben die Ahlus-Sunnah wal-Jama'ah sie (also die Prophetengefährten) und sind mit ihnen verbunden. Sie glauben, dass sie die besten Menschen nach den Propheten sind, aufgrund der Aussage des Propheten - Allahs Segen und Frieden auf ihm -: „Die beste Generation ist meine (Generation), dann diejenigen, die ihnen folgen, dann diejenigen, die ihnen folgen.“ [4] Muttafaqun (also von Al-Bukhari und Muslim überliefert) hinsichtlich seiner Authentizität. Sie glauben, dass der Beste von ihnen Abu Bakr As-Siddiq ist, dann 'Umar Al-Faruq, dann 'Uthman Dhun-Nurayn (der Besitzer der zwei Lichter) und dann 'Ali Al-Murtada - möge Allah mit ihnen allesamt zufrieden sein. Nach ihnen folgen die restlichen unter den zehn (Prophetengefährten), dann die restlichen Gefährten - möge Allah mit ihnen allesamt zufrieden sein. Sie halten sich von dem fern, was unter den Prophetengefährten (an Konflikten) geschehen ist, und sie glauben, dass sie allesamt um die Urteilsfindung bemüht waren. Wer darin richtig lag, dem stehen zwei Belohnungen zu, und wer falsch lag, dem steht eine Belohnung zu. Und sie lieben die Familienangehörigen (arab. „Ahlul-Bayt“) des Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm -, die an ihn glauben. Und sie unterstützen sie und (ebenso) die Frauen des Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm -, die Mütter der Gläubigen. Sie bitten um Zufriedenheit für sie allesamt und sagen sich vom Weg der Rawafid los, die die Gefährten des Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - anfeinden, sie beleidigen und in Bezug auf die Familienangehörigen übertreiben, indem sie sie über die Rangstellung erheben, in die Allah - mächtig und majestätisch ist Er - sie gestellt hat, genauso wie sie sich von dem Weg der Nawasib lossagen, die die Familienangehörigen mit Wort und Tat schänden. [4] Überliefert von Al-Bukhari in „Asch-Schahadat“ (2509), von Muslim in „Die Vorzüglichkeit der Prophetengefährten“ (2533), von At-Tirmidhi in „Al-Manaqib“ (3859), von Ibn Majah in „Al-Ahkam“ (2362) und von Ahmad (1/34).
Alles, was wir über dieses Thema zusammengefasst erwähnt haben, fällt unter die korrekte Glaubensgrundlage, mit der Allah Seinen Gesandten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - entsandte; und sie ist die Glaubensgrundlage der erretteten Gruppe (arab. „Al-Firqah An-Najiyah“), der Ahlus-Sunnah wal-Jama'ah, über die der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Es wird immer eine Gruppe unter meiner Gemeinschaft auf der Wahrheit geben, die siegreich ist. Es schadet ihnen nicht, wer sie im Stich lässt/verrät, bis der Befehl Allahs - gepriesen sei Er - kommt.“ Und er - Allahs Frieden und Segen auf ihm - sagte: „Die Juden spalteten sich in 71 Gruppen und die Christen spalteten sich in 72 Gruppen. Und diese Gemeinschaft wird sich in 73 Gruppen spalten. Sie sind alle im Höllenfeuer, bis auf eine.“ Da sagten die Gefährten: „Welche ist es, o Gesandter Allahs?“ Er antwortete: „Wer sich auf dem befindet, worauf ich und meine Gefährten sich befinden.“ Das ist die Glaubensgrundlage, an der man festhalten und auf der man standhaft bleiben muss; und man soll sich von dem entfernen, was ihr widerspricht. [5] Überliefert von Muslim in „Al-Imarah“ (1920), von At-Tirmidhi in „Al-Fitan“ (2229), von Abu Dawud in „Al-Fitan wa Al-Malahim“ (4252) von Ibn Majah in „Al-Fitan“ (3952) und von Ahmad (5/279). [6] Überliefert von Ibn Majah in „Al-Fitan“ (3992).
Die Erwähnung derjenigen, die von dieser Glaubensgrundlage abweichen und sich dem Gegenteil zuwenden
Ihre Kategorien
Was diejenigen angeht, die von dieser Glaubensgrundlage abweichen und dem Gegenteil folgen, so sind diese in zahlreiche Kategorien zu unterteilen: Unter ihnen gibt es die Götzendiener, (die Anbeter) der falschen Gottheiten, der Engel, der Nahestehenden, der Jinn, der Bäume, der Steine und anderen Dingen. Diese haben dem Aufruf der Gesandten nicht gefolgt, vielmehr sind sie von ihnen abgewichen und haben sich ihnen widersetzt, so wie die Quraysch und einige Gruppen der Araber es mit unserem Propheten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - gemacht haben. Sie haben ihre Götter um Erfüllung der Bedürfnisse, Heilung der Kranken und Sieg gegen die Feinde gebeten. Sie schächten für sie und geben Gelübde für sie ab. Als dann der Gesandte - Allahs Segen und Frieden auf ihm - dies bei ihnen missbilligte und ihnen die Aufrichtigkeit in der Anbetung für Allah allein anbefahl, kam ihnen dies merkwürdig vor und sie haben dies verleugnet und sagten: „Will er denn die Götter zu einem einzigen Gott machen? Das ist eine verwunderliche Sache.“ (Sad: 5) Er - Allahs Segen und Frieden auf ihm - fuhr fort, sie zu Allah aufzurufen und vor dem Götzendienst zu warnen und ihnen die Wirklichkeit derer, die sie bitten, zu erklären, bis Allah einige unter ihnen rechtleitete und sie daraufhin in Scharen in die Religion Allahs eintraten. So wurde die Religion Allahs sichtbarer als die restlichen Religionen, nach einem fortwährenden Aufruf und einem langen Konflikt vom Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - und von seinen Gefährten - möge Allah mit ihnen zufrieden sein - und denen, die ihnen auf beste Art gefolgt sind. Daraufhin haben sich die Zustände geändert und die Unwissenheit hat einen Großteil der Schöpfung überwältigt, bis die meisten zur Religion der Unwissenheit zurückgekehrt sind - mit Übertreibung in Bezug auf die Propheten und die Nahestehenden und mit der Bitte um Hilfe bei ihnen in den Bittgebeten, und weiteren Arten des Götzendienstes. Sie kannten die Bedeutung von „la ilaha illa Allah“ nicht einmal so, wie die Ungläubigen der Araber sie kannten, und bei Allah ist Hilfe zu ersuchen.
Dieser Götzendienst fuhr fort, sich unter den Menschen zu verbreiten bis zu unserem Zeitalter. Dies aufgrund dessen, dass die Unwissenheit nach der Epoche der Zeit des Prophetentums überwiegt.
Das Scheinargument ihrer Späteren ist das Scheinargument ihrer Früheren und die Erwähnung eines Teils ihrer ungläubigen Glaubensgrundsätze
Das Scheinargument dieser Späteren ist das(selbe) Scheinargument der Früheren, und dies ist ihre Aussage: „Diese sind unsere Fürsprecher bei Allah. Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Allah näher bringen.“ Allah hat dieses Scheinargument entkräftet und verdeutlicht, dass derjenige, der jemandem außer Ihm dient, egal wer es ist, jemanden neben Ihm beigesellt und Unglaube begangen hat, wie der Erhabene sagte: „Sie beten außer Allah das an, was ihnen weder schaden noch nützen kann; und sie sagen: ,Das sind unsere Fürsprecher bei Allah.‘“ (Yunus: 18) Allah - gepriesen sei Er - antwortete ihnen durch Seine Aussage: „Sag: ‚Wollt ihr denn Allah kundtun, was Er nicht kennt, weder in den Himmeln noch auf der Erde?‘ Gepriesen sei Er und erhaben ist Er über das, was sie (ihm) beigesellen.“ (Yunus: 18) Allah verdeutlichte in diesem Vers, dass die Anbetung anderer außer Ihm, wie der Propheten, der Nahestehenden oder anderen, großer Götzendienst (arab. „Schirk“) ist, selbst wenn derjenige, der es begeht, es anders bezeichnet. Der Erhabene sagte: „Und diejenigen aber, die sich anstatt Seiner Schutzherren nehmen (, sagen:) ‚Wir dienen ihnen nur, damit sie uns Zutritt in Allahs Nähe verschaffen.‘“ (Az-Zumar: 3) Allah - gepriesen sei Er - antwortete ihnen durch Seine Aussage: „Wahrlich, Allah wird zwischen ihnen richten über das, worüber sie uneinig sind. Wahrlich, Allah leitet nicht recht, wer ein Lügner und beharrlicher Ungläubiger ist.“ (Az-Zumar: 3) Damit verdeutlichte Er - gepriesen sei Er -, dass ihre Anbetung an jemanden außer Ihm durch das Bittgebet, die Angst, die Hoffnung und dergleichen Unglauben an Ihn - gepriesen sei Er - darstellt. Und Er hat ihre Aussage, dass ihre Götter ihnen helfen, sich Ihm zu nähern, als Lüge erklärt.
Zu den Glaubensgrundsätzen, die Unglaube sind, zählen jene, die der korrekten Glaubensgrundlage entgegengesetzt sind und dem widersprechen, womit der Gesandte - Allahs Segen und Frieden auf ihm - kam. Dazu zählt der Atheismus dieser Zeit, der von den Nachfolgern von Marx, Lenin und anderen Aufrufern zum Atheismus und des Unglaubens stammt. Selbst wenn sie dies mit Sozialismus, Kommunismus, Baathismus oder einem anderen Namen bezeichnen, so ist die Grundlage (all) dessen der Atheismus - dass es keinen Schöpfer gibt und dass das Leben eine Materie sei. Zu ihren Grundlagen gehört das Verleugnen der Wiederauferstehung, dass Verleugnen des Paradiesgartens und der Hölle und der Unglaube gegenüber allen Religionen. Wer in ihre Bücher schaut und das studiert, worauf sie sich befinden, wird dies gewiss erkennen. Und es gibt keinen Zweifel daran, dass diese Glaubensgrundlage allen himmlischen Religionen widerspricht und ihre Anhänger zu den schlimmsten Ausgängen im Diesseits und Jenseits führt.
Zu den Glaubensgrundlagen, die der Wahrheit entgegengesetzt sind, gehört das, woran einige Batiniyyah und einige Sufisten glauben: dass einige von denen, die sie als Nahestehende (arab. „Awliya“) bezeichnen, sich mit Allah an der Leitung beteiligen. Sie haben in der Stellung der Gelehrten übertrieben und sie als Führer, Pfähle usw., und mit weiteren Namen bezeichnet, welche sie sich für ihre Götter ausgedacht haben. Das zählt zur übelsten Beigesellung in der Herrlichkeit (arab. „Rububiyyah“), welcher schlimmer ist als der Götzendienst der Araber in der Zeit der Unwissenheit, da die Ungläubigen unter den Arabern (ihre Götzen) nicht in der Herrlichkeit beigesellt haben, sondern in der Anbetung. Ihr Götzendienst war nur im Zustand der Erleichterung, was jedoch den Zustand der Erschwernis angeht, so haben sie darin ihre Anbetung aufrichtig für Allah verrichtet, wie Allah - gepriesen sei Er - sagte: „Wenn sie ein Schiff besteigen, rufen sie Allah an, Ihm allein die Religion widmend. Wenn Er sie nun ans Land errettet, gesellen sie sogleich (Ihm wieder andere in der Anbetung) bei.“ (Al-'Ankabut: 65) Was jedoch die Herrlichkeit (Allahs) angeht, so haben sie diese Ihm alleine anerkannt, wie der Gepriesene sagte: „Wenn du sie fragst, wer sie erschaffen hat, sagen sie ganz gewiss: ‚Allah.‘“ (Az-Zukhruf: 87) Und der Erhabene sagte: „Sag: ,Wer versorgt euch vom Himmel und von der Erde, oder wer verfügt über Gehör und Augenlicht? Und wer bringt das Lebendige aus dem Toten und bringt das Tote aus dem Lebendigen hervor? Und wer regelt die Angelegenheit?' Sie werden sagen: ,Allah.‘ Sag: ,Wollt ihr denn nicht gottesfürchtig sein?‘“ (Yunus: 31) Die Verse in Bezug auf diese Thematik sind zahlreich.
Was die späteren Götzendiener im Vergleich zu den Früheren hinzugefügt haben.
Die späteren Götzendiener fügten zwei Aspekte zu dem Glauben der Ersten hinzu: 1. Die Beigesellung (einiger von ihnen) in der Herrschaft. 2. Ihr Götzendienst in (Zeiten der) Erleichterung und Erschwernis. Derjenige, der mit ihnen verkehrt und ihre Zustände untersucht, weiß und sieht, was sie am Grab von Al-Husayn, von Al-Badawi und anderen in Ägypten tun, und ebenso am Grab von Aidarus in 'Adan und Al-Hadi im Yemen und Ibn 'Arabi in der Levante und Schaykh 'Abdul-Qadir Al-Jilani im Irak und an weiteren bekannten Gräbern. An denen haben die meisten übertrieben und ihnen vieles vom Anrecht Allah gewidmet. Und nur wenige Leute missbilligen dies und verdeutlichen ihnen die Wirklichkeit des Tauhids, mit dem Allah Seinen Gesandten - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sandte, sowie die Gesandten - Frieden und Segen auf ihnen- vor ihm. So gehören wir Allah und zu Ihm werden wir zurückkehren. Wir bitten Ihn - gepriesen sei Er - darum, dass Er sie wieder zur Vernunft bringt und dass Er unter ihnen die Aufrufer zur Rechtleitung vermehrt und dass Er die Führer der Muslime sowie ihre Gelehrten zur Bekämpfung dieses Götzendienstes und zu seiner Beseitigung und die seiner Mittel verhilft. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Nahe.
Zu den Überzeugungen, die der korrekten Glaubensgrundlage in Bezug auf die Namen und Attribute (Allahs) widersprechen, gehören die Glaubensgrundlagen der Leute der Neuerungen. Zu diesen zählen die Jahmiyyah und die Mu'tazilah und jene, die ihren Weg eingeschlagen haben in der Negierung der Attribute Allahs - mächtig und majestätisch ist Er - sowie in der Abschreibung Seiner (Attribute der) Vollkommenheit, und in Seiner Beschreibung - mächtig und majestätisch ist Er - mit mangelhaften, materiellen und unmöglichen Eigenschaften. Hoch erhaben ist Allah über ihre Worte. Hierunter fallen auch diejenigen, die einige Attribute negieren und einige bestätigen, wie die Ascha'irah, da die Attribute, die sie bestätigt haben, dasselbe von ihnen erfordert, wovor sie in den Attributen, die sie negiert und ihre Beweise uminterpretiert haben, geflohen sind. Somit haben sie den hörbaren und logischen Beweisen widersprochen und sind hierin einen deutlichen Widerspruch eingegangen. Was jedoch die Ahlus-Sunnah wal-Jama'ah angeht, so haben sie für Allah - gepriesen sei Er- das bestätigt, was Er für Sich selbst bestätigt hat oder was Sein Gesandter Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - für Ihn an Namen und Attributen auf vollkommenste Art und Weise bestätigt hat. Sie halten Ihn für erhaben darüber, Seiner Schöpfung zu ähneln, eine Erhabenheit, die frei vom Makel der Entstellung ist. So haben sie nach allen Beweisen gehandelt, und weder entstellt noch stillgelegt. Sie sind frei vom Widerspruch, in den alle außer sie gefallen sind - so wie es bereits dargelegt wurde. Dies ist der Weg des Erfolgs und der Glückseligkeit im Diesseits und im Jenseits, und das ist der gerade Weg, den die Vorgänger dieser Gemeinschaft sowie ihre Gelehrten eingeschlagen haben. Die Späteren (dieser Gemeinschaft) werden nicht rechtschaffen sein außer durch das, wodurch ihre Früheren rechtschaffen wurden - und das ist die Befolgung des Buches und der Sunnah, und die Unterlassung von dem, was diesen widerspricht.
Die Pflicht der alleinigen Anbetung Allahs und die Verdeutlichung der Gründe für den Erfolg gegenüber den Widersachern
Die wichtigste und gewaltigste Pflicht für den Rechtsfähigen (arab. „Mukallaf“) ist, dass er seinem Herrn - gepriesen sei Er - dient, dem Herrn der Himmel und der Erde und dem Herrn des gewaltigen Throns, der in Seinem edlen Buch sagt: „Wahrlich, euer Herr ist Allah, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf und Sich hierauf über den Thron erhob. Er lässt die Nacht den Tag überdecken, wobei sie ihn eilig einzuholen sucht. Und (Er schuf auch) die Sonne, den Mond und die Sterne, durch Seinen Befehl dienstbar gemacht. Sicherlich, Sein ist die Schöpfung und der Befehl. Segensreich ist Allah, der Herr der Weltenbewohner.“ (Al-A'raf: 54) Und de Gepriesene berichtete an einer anderen Stelle in Seinem Buch, dass Er die zwei Schwerlastenden zu Seiner Anbetung erschaffen hat. So sagte Er - mächtig und majestätisch ist Er -: „Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen.“ (Adh-Dhariyat: 56) Und diese Anbetung, für die Allah die zwei Schwerlastenden erschaffen hat, ist Seine Einzigkeit (zu bezeugen) mit den Arten der Anbetung, wie das Gebet, das Fasten, die Pflichtabgabe, die Pilgerfahrt, die Verbeugung, die Niederwerfung, das Umkreisen (der Ka'bah), das Schlachten, das Gelübde, die Angst, die Hoffnung, das um Beistand und um Hilfe bitten, die Zufluchtssuche und alle weiteren Arten des Bittgebets. Darunter fällt ebenso der Gehorsam Ihm - gepriesen sei Er - gegenüber in all Seinen Befehlen und das Unterlassen Seiner Verbote, auf welche Sein edles Buch sowie die Sunnah Seines Gesandten, dem Vertrauenswürdigen, - der vorzüglichste Segen und Gruß sei auf ihm - hinweisen. So hat Allah allen Schwerlastenden diese Anbetung, für welche sie erschaffen wurden, befohlen. Er entsandte alle Gesandten und sandte die Bücher hinab, um diese Anbetung, ihre Details, den Aufruf zu ihr und den Befehl zur Aufrichtigkeit darin für Allah allein zu verdeutlichen, so wie der Erhabene sagte: „O ihr Menschen, dient eurem Herrn, Der euch und diejenigen vor euch erschaffen hat, auf dass ihr gottesfürchtig werden möget!“ (Al-Baqarah: 21) Und Er - mächtig und majestätisch ist Er - sagte: „Und dein Herr hat bestimmt, dass ihr nur Ihm dienen und zu den Eltern gütig sein sollt.“ (Al-Isra: 23) Und die Bedeutung von „bestimmt“ in diesem Vers ist „befehlen“ und „anordnen“. Und der Erhabene sagte: „Und nichts anderes wurde ihnen befohlen, als nur Allah zu dienen und (dabei) Ihm gegenüber aufrichtig in der Religion (zu sein), als Anhänger des rechten Glaubens, und das Gebet zu verrichten und die Abgabe zu entrichten; das ist die Religion des rechten Verhaltens.“ (Al-Bayyinah: 5) Und es gibt zahlreiche Verse im Buch Allahs in Bezug auf diese Thematik. Er - mächtig und majestätisch ist Er - sagte: „Was nun der Gesandte euch gibt, das nehmt; und was er euch untersagt, dessen enthaltet euch.“ (Al-Haschr: 7) Und der Gepriesene sagte: „O ihr, die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und den Zuständigen unter euch. Wenn ihr über etwas streitet, so bringt es vor Allah und den Gesandten, wenn ihr an Allah und den jüngsten Tag glaubt. Das ist besser und führt zu einem schöneren Ergebnis.“ (An-Nisa: 59) Er - mächtig und majestätisch ist Er - sagte: „Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht ja Allah.“ (An-Nisa: 80)
Und der Gepriesene sagte: „Und Wir haben ja bereits in jeder Gemeinschaft einen Gesandten erweckt: ,Dient Allah und meidet die falschen Götter.‘“ (An-Nahl: 36) Und der Gepriesene sagte: „Und Wir haben vor dir keinen Gesandten gesandt, dem Wir nicht (die Weisung) eingegeben hätten: ,Es gibt keinen zu Recht Angebeteten außer Mir, so dient Mir!‘“ (Al-Anbiya: 25) Der Erhabene sagte: „Alif-Lam-Ra. (Dies ist) ein Buch, dessen Zeichen eindeutig festgefügt und hierauf ausführlich dargelegt sind von Seiten eines Allweisen und Allkundigen: ,Ihr sollt nur Allah dienen.‘ Wahrlich, ich bin euch von Ihm (aus) ein Warner und Frohbote.“ (Hud: 1-2)
Diese klaren Verse und was in ihrer Bedeutung im gesamten Buch Allahs kam, weisen auf die Pflicht der Aufrichtigkeit in der Anbetung für Allah allein hin, und dass dies die Grundlage der Religion und Basis der Glaubensrichtung ist. Ebenso weisen sie darauf hin, dass dies die Weisheit in der Schöpfung der Jinn und Menschen ist sowie in der Entsendung der Gesandten und der Hinabsendung der Bücher. Die Pflicht für alle Rechtsfähigen ist, sich dieser Angelegenheit zuzuwenden, sie zu verstehen und sich vor dem in Acht zu nehmen, was bei den meisten, die sich dem Islam zuschreiben, vorgefallen ist, wie die Übertreibung in Bezug auf die Propheten und Rechtschaffenen, das Bauen auf ihren Gräbern und das Stellen von Moscheen und Kuppeln auf sie, sie zu bitten, die Bitte um Beistand bei ihnen, das Fliehen zu ihnen (die Zufluchtssuche bei ihnen) sowie die Bitte um die Erfüllung der Bedürfnisse, das Erleichtern des Unheils, die Heilung der Kranken und den Sieg über die Feinde und weitere Arten des großen Schirks. Es wird authentisch vom Gesandten Allahs - Allahs Segen und Frieden auf ihm - das überliefert, was dem entspricht, worauf das Buch Allahs hinweist. So wird in den beiden Sahih-Werken über Mu'adh - möge Allah mit ihm zufrieden sein - überliefert, dass der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - zu ihm sagte: „Weißt du, was das Recht Allahs gegenüber Seinen Dienern ist und was Recht der Diener gegenüber Allah ist?“ Da sagte Mu'adh: „Ich erwiderte: ,Allah und Sein Gesandter wissen es am besten.‘“ Da sagte der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm -: „Das Recht Allahs gegenüber seinen Dienern ist, dass sie Ihm dienen und nichts beigesellen. Und das Recht der Diener gegenüber Allah ist, dass Er keinen bestraft, der Ihm nichts beigesellt.“ [7] Und in Sahih Bukhari wird über Ibn Mas'ud - möge Allah mit ihm zufrieden sein - überliefert, dass der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Wer stirbt und neben Allah jemand anderes ruft, der wird das Höllenfeuer betreten.“ Und Muslim überlieferte in seinem Sahih-Werk über Jabir - möge Allah mit ihm zufrieden sein -, dass der Prophet - Allahs Segen und Frieden auf ihm - sagte: „Wer auf Allah trifft, ohne Ihm etwas beizugesellen, wird in den Paradiesgarten eingehen. Und wer auf Ihn trifft und Ihm etwas beigesellt, wird das Feuer betreten.“ [9] Die Überlieferungen mit solch einer Bedeutung sind zahlreich, und diese Angelegenheit gehört zu den wichtigsten und gewaltigsten Angelegenheiten. Allah hat Seinen Propheten Muhammad - Allahs Segen und Frieden auf ihm - mit dem Aufruf zum Tauhid und der Untersagung des Schirks entsandt. So hat er die Überbringung dessen, womit Allah ihn - Allahs Segen und Frieden auf ihm - entsandt hat, auf vollkommenste Art vollbracht. Ihm wurde auf Allahs Weg der schwerste Schaden zugefügt und er ertrug dies standhaft und seine Gefährten - möge Allah mit ihnen zufrieden sein - ertrugen mit ihm standhaft die Überbringung des Aufrufs, bis Allah alle Götzen und falschen Götter von der arabischen Halbinsel beseitigte, die Menschen in Scharen in die Religion Allahs eingetreten sind, die Götzen, die um die Ka'bah und in ihr waren, zerschlagen wurden, Al-Lat, Al-'Uzzah und Manat zerstört wurden, alle Götzen, die in den Stämmen der Araber waren, zerschlagen wurden, und alle falschen Götter, die sie hatten, zerstört wurden. Das Wort Allahs wurde erhoben und der Islam wurde sichtbar auf der arabischen Halbinsel. Daraufhin wendeten sich die Muslime dem Aufruf und dem Sichabmühen außerhalb der Halbinsel zu. Allah hat durch sie diejenigen Diener rechtgeleitet, denen die Glückseligkeit widerfahren ist, und Allah hat durch sie die Wahrheit und Gerechtigkeit in beinahe allen bewohnten Gegenden verbreitet. Dadurch wurden sie die Führer der Rechtleitung, die Vorbilder der Wahrheit sowie die Aufrufer der Gerechtigkeit und der Rechtschaffenheit. Auf ihrem Weg gab es von den Nachfolgern und denen, die ihnen auf beste Art gefolgt sind, Führer der Rechtleitung und Aufrufer der Wahrheit, die die Religion Allahs verbreitet, die Menschen zur Einzigkeit Allahs aufgerufen und sich auf dem Wege Allahs mit ihren Seelen und Besitztümern abgemüht haben. Sie fürchten auf Allahs Weg nicht den Tadel des Tadelnden. So hat Allah sie unterstützt und ihnen (zum Sieg) verholfen und hat sie über die gestellt, die sie anfeinden, und Er hat ihnen das erfüllt, was Er ihnen in Seiner Aussage - gepriesen sei Er - versprochen hat: „O die ihr glaubt, wenn ihr Allah(s Sache) unterstützt, unterstützt Er euch und festigt eure Füße.“ (Muhammad: 7) Und dazu Seine Aussage - mächtig und majestätisch ist Er -: „Und Allah wird ganz gewiss diejenigen unterstützen, die Ihn unterstützen. Wahrlich, Allah ist ja stark und allmächtig. (Diejenigen), die, wenn Wir ihnen eine feste Stellung auf der Erde verleihen, das Gebet verrichten und die Pflichtabgabe entrichten, das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten. Und Allah gehört das Ende der Angelegenheiten.“ (Al-Hajj: 40-41) Daraufhin haben sich die Menschen verändert und sich getrennt. Sie haben die Angelegenheit des Sichabmühens nicht ernst genommen und die Bequemlichkeit und das Befolgen der Gelüste bevorzugt. In ihnen wurden die üblen Dinge deutlich, außer bei dem, den Allah - gepriesen sei Er - beschützt hat. So hat Allah sich ihnen gegenüber verändert und ihren Feind auf sie gesetzt, als Vergeltung für das, was sie begangen haben. Und dein Herr fügt dem Diener kein Unrecht zu. Der Erhabene sagte: „Dies, weil Allah nimmer eine Gunst, die Er einem Volk erwiesen hat, ändert, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist.“ (Al-Anfal: 53) Somit ist die Pflicht aller Muslime, unter den Regierungen und den Völkern, zu Allah - gepriesen sei Er - zurückzukehren, die Anbetung aufrichtig für Ihn alleine zu verrichten und sich Ihm reumütig zuzuwenden aufgrund ihrer Mängel und Sünden, die vorgefallen sind, sowie die Bemühung um die Ausführung von dem, was Allah ihnen an Pflichten vorgeschrieben hat, und die Entfernung von dem, was Er ihnen verboten hat und dass sie sich das gegenseitig befehlen und sich dabei helfen. [7] Überliefert von Al-Bukhari in „Al-Istidhan“ (5912), von Muslim in „Al-Iman“ (30), von At-Tirmidhi in „Al-Iman“ (2643), von Ibn Majah in „Az-Zuhd“ (4296) und von Ahmad (5/238). [8] Überliefert von Al-Bukhari in „Tafsir Al-Quran“ (4227), von Muslim in „Al-Iman“ (92) und von Ahmad (1/347). [9] Überliefert von Al-Bukhari in „Al-'Ilm“ (129), von Muslim in „Al-Iman“ (32) und von Ahmad (3/157).
Zu den wichtigsten Dingen hierbei gehört das Aufstellen der Grenzen der islamischen Gesetzgebung, das Richten mit der islamischen Gesetzgebung unter den Menschen in jeder Sache, das Urteilsuchen bei ihr und das Einstellen der menschengemachten Gesetze, die der Gesetzgebung Allahs widersprechen, das Fernhalten von der Urteilssuche bei ihnen und das Verpflichten aller Völker zum Urteilen mit der Gesetzgebung. Ebenso ist es verpflichtend für die Gelehrten, die Menschen in ihrer Religion zu belehren, das islamische Bewusstsein unter ihnen zu verbreiten und die Wahrheit sowie die Standhaftigkeit darauf anzuraten, das Gute zu befehlen und das Verwerfliche zu untersagen und die Regenten dazu zu animieren. Ebenso ist es verpflichtend, die zerstörenden Grundsätze des Sozialismus, des Baathismus und des Nationalismus sowie weiteren Grundsätzen und Methoden, die der islamischen Gesetzgebung widersprechen, entgegenzutreten. Dadurch bessert Allah für die Muslime das aus, was verdorben war, Er bringt ihnen das zurück, was verstreut war, Er lässt ihren früheren Ruhm zu ihnen zurückkehren, Er lässt sie gegen ihre Feinde siegen und schenkt ihnen Stellung auf der Erde, so wie der Erhabene - und Er ist der Wahrheitssprechende - sagte: „Und es war für Uns eine Verpflichtung, die Gläubigen zu unterstützen.“ (Ar-Rum: 47) Und der Erhabene sagte: „Allah hat denjenigen von euch, die glauben und rechtschaffene Werke tun, versprochen, dass Er sie ganz gewiss als Statthalter auf der Erde einsetzen wird, so wie Er diejenigen, die vor ihnen waren, als Statthalter einsetzte, dass Er für sie ihrer Religion, der Er für sie zugestimmt hat, ganz gewiss eine feste Stellung verleihen wird, und dass Er ihnen nach ihrer Angst (, in der sie gelebt haben,) stattdessen ganz gewiss Sicherheit gewähren wird. Sie dienen Mir und gesellen Mir nichts bei. Wer aber danach ungläubig ist, jene sind die (wahren) Frevler.“ (An-Nur: 55) Und der Gepriesene sagte: „Wahrlich, Wir unterstützen Unsere Gesandten und diejenigen, die glauben, im diesseitigen Leben und am Tag, da die Zeugen auftreten,“ (Ghafir: 51) „Am Tag, da den Ungerechten ihre Entschuldigung nicht nützt und es für sie den Fluch geben und es für sie die böse Wohnstätte geben wird.“ (Ghafir: 52)
Und Allah ist es, den wir darum bitten, dass Er die Führer der Muslime sowie ihre Allgemeinheit bessert und dass Er ihnen Verständnis in der Religion verleiht und dass Er ihr Wort auf Furcht vor Allah vereint und sie allesamt zu Seinem geraden Weg leitet und durch sie die Wahrheit siegen lässt und die Falschheit erniedrigt, und dass Er ihnen allesamt dazu verhilft, sich zum Guten und zur Gottesfurcht zu verhelfen und sich die Wahrheit und die Standhaftigkeit darauf (auf der Wahrheit) zu befehlen. Er ist der Sachwalter dessen und der Allmächtige dazu. Und Allahs Segen und Frieden seien auf Seinem Diener und Seinem Gesandten und Seinem Auserwählten aus Seiner Schöpfung, unser Prophet und Führer Muhammad Ibn 'Abdillah, sowie auf seiner Familie und seinen Gefährten und denjenigen, die seiner Rechtleitung folgen. As-Salamu 'alaykum wa rahmatullahi wa barakatuh.